Schenker XMG P507 Laptop Akku

Nachdem schon einige Notebooks auf Basis der brandneuen High-End-GPUs GeForce GTX 1070 und GTX 1080 durch unsere Hände gegangen sind, konnten wir nun endlich einen Blick auf die ebenso spannende GTX 1060 werfen. Überzeugt die 16-nm-Architektur auch in diesem Fall? Das Schenker XMG P507 gibt Antworten.
Während die teuersten Gaming-Notebooks aus dem Hause Schenker Technologies recht schwer und und wuchtig sind (allen voran die U-Serie), kommt die P-Reihe in einem deutlich flacheren und leichteren Chassis daher. Obwohl das hier getestete 15-Zoll-Modell XMG P507 unter 3 Zentimetern bleibt, müssen Käufer nicht auf massig Leistung verzichten. So ist einerseits ein Quad-Core-Prozessor von Intel (i7-6700HQ) und andererseits eine Spiele-GPU aus Nvidias Pascal-Generation an Bord. Für 400 Euro extra verbaut Schenker eine GTX 1070 statt eine GTX 1060.

Noch mehr Auswahlmöglichkeiten gibt es beim Arbeitsspeicher, der von 8 bis maximal 64 GByte reicht (vier DDR4-RAM-Bänke). Nicht minder üppig geht es beim Massenspeicher zu. So warten unter der Haube gleich zwei 2,5-Zoll-Schächte und zwei m.2-Slots des Typs 2280. Von Letzteren beherrscht einer PCIe/NVMe für besonders schnelle Solid State Drives. Darüber hinaus haben Kunden auf den WLAN-Adapter, die Tastaturversion und das Betriebssystem Einfluss. Als Display dient in jedem Fall ein mattes IPS-Panel mit G-Sync-Support und 1.920 x 1.080 Bildpunkten.

Preislich startet das XMG P507 ab 1.599 Euro, wobei die Konfiguration hier eher dürftig ist (keine SSD, kein OS, nur 8 GByte Single-Channel-RAM). Unser Testgerät würde aktuell mit 1.935 Euro zu Buche schlagen, was im Konkurrenzvergleich nicht unbedingt günstig ist. Apropos Konkurrenz: Im 15-Zoll-Segment existieren diverse High-End-Gamer, welche dem XMG P507 Paroli bieten wollen. Sei es nun das Asus GL502VS oder das MSI GT62VR 6RE (jeweils GTX 1070).

In diesem Artikel möchten wir uns allerdings auf ein paar ältere Geräte konzentrieren, um den Leistungssprung der frischen Pascal Serie besser einschätzen zu können – inklusive der Auswirkungen auf Temperatur, Lautstärke und Stromverbrauch. So wird uns neben dem Asus GL502VY (GTX 980M) und dem Gigabyte P55K v5 (GTX 965M) auch der direkte Vorgänger XMG P506 (GTX 970M) durch den Test begleiten. Im Kapitel »Gaming Performance« sind außerdem Notebooks mit GeForce GTX 980 (z. B. das Schenker XMG U716) enthalten. Entsprechend wird fast die komplette High-End-Riege abgedeckt.
An der Gehäuse-Front gibt es nur wenig Neues zu vermelden. Das Wichtigste gleich zu Beginn: Abhängig von der gewählten Grafikeinheit ist das 15-Zoll-Chassis – analog zu den Vorgängern – entweder 2,5 oder 2,9 Zentimeter dick. Bei der dünneren Variante mit GTX 1060 besteht ein überwiegender Teil des Gehäuses aus Metall (Deckel, Boden, Handballenauflage), wodurch ein sehr hochwertiger Eindruck entsteht.

Barebone-Hersteller Clevo, der in der Vergangenheit nicht gerade ein Händchen für Design hatte, liefert beim zugrunde liegenden P651RP6-G Chassis eine recht stylishe Linienführung ab, ohne dass der 15-Zöller allzu verspielt wirkt. Das Gerät erscheint immer noch dezent und verzichtet – im Gegensatz zu anderen High-End-Notebooks – auf übermäßiges Bling-Bling.
Größte Highlights sind in unseren Augen die kompakte Bauform und das passable Gewicht. Mit rund 2,8 Kilogramm lässt sich das XMG P507 noch anständig transportieren. Viele 15-Zoll-Gamer, sei es nun das Acer Predator 15 oder das Alienware 15 R2 wiegen mehr als drei Kilogramm. Allerdings existieren auch flachere und leichtere Kontrahenten wie das MSI GS60 oder das Gigabyte P35X v5, welche jedoch schnell am Limit der Kühlung laufen.

Insgesamt hat uns das Chassis des XMG P507 gut bis sehr gut gefallen. An der Verarbeitung und der Stabilität der Baseunit gibt es kaum etwas auszusetzen. Lediglich das Display-Cover würde noch deutlich mehr Festigkeit vertragen. Beim Verwinden mit zwei Händen entstehen zudem unschöne Geräusche, was die Qualitätsanmutung etwas mildert.

Hauptproblem des Barebones ist und bleibt allerdings das Screen Bleeding. Unser neues Testgerät hatte ebenfalls wieder unschöne Lichthöfe an den Rändern, die nicht nur mit dem Panel selbst, sondern auch mit der Konstruktion des Deckels zusammenhängen dürften. Hier sollte Clevo – spätestens bei der nächsten Generation – unbedingt nachbessern. Einige Käufer werden das XMG P507 aus diesem Grund wohl zurückschicken, da Screen Bleeding in der Praxis (z. B. bei der Wiedergabe von Filmen) sehr stören kann. Allerdings betrifft dieses Manko auch andere Hersteller. Oftmals ist es reines Glücks, ob und wie intensiv Lichthöfe auftreten.
Beim Thema Anschlussausstattung muss sich das P651RP6-G Barebone keine Kritik anhören. Zwar hätte man einige der Schnittstellen etwas praktischer verteilen können (die Anordnung ist sehr rechtslastig), Menge und Vielfalt überzeugen jedoch auf ganzer Linie. So bietet das XMG P507 unter anderem drei Audio-Buchsen, einen SIM-Kartenslot und gleich fünf USB-Ports, was für ein 15-Zoll-Gerät sehr respektabel ist. Noch besser: Zwei der USB-Ports sind nach dem 3.1-Typ-C-Standard gehalten (allerdings ohne Thunderbolt).

Um die Bildausgabe kümmern sich drei digitale Anschlüsse in Form von HDMI 2.0 und 2x Mini-DisplayPort 1.3. Dank der topaktuellen Schnittstellen werden ein Quad-Monitor-Setup inklusive Notebook-Bildschirm und eine 4K-Ausgabe in 60 Hz ermöglicht. Die restlichen Ports, welche noch nicht genannt wurden, finden Sie auf den Fotos.
Die Performance des Cardreaders ist abseits der vielen unterstützten Formate (SD, Mini SD, SDHC, SDXC, MMC, RSMMC) unspektakulär. Knapp 86 MB/Sek beim sequentiellen Lesen und 77 MB/Sek beim Verschieben von größeren Bild-Sammlungen im JPG-Format sind typisch für ein Gaming-Notebook. Der Vorgänger XMG P506 erreichte mit unserer Referenzkarte sehr ähnliche Werte. Dass es durchaus schneller geht, zeigt das MSI GT62VR, welches im Test auf 190 bzw. 140 MB/Sek kam.
Für die drahtlose Kommunikation sorgte bei uns ein Modul von Intel. Das Wireless-AC 8260 kostet nur 10 Euro mehr als der Standard-Adapter Wireless-AC 3165. Hauptunterschiede sind die Anzahl der Antennen (2x2 vs. 1x1) und die maximale Übertragungsrate (867 vs. 433 MBit/s). Im Router-Test aus einem Meter Abstand konnten wir beim Senden ordentliche 456 MBit/s und beim Empfangen gute 642 MBit/s messen. Dem MSI GT62VR waren 559 bzw. 630 MBit/s vergönnt. Für 20 Euro verkauft Schenker auch ein Funkmodul des Herstellers Qualcomm Atheros (Killer Wireless-AC 1535).
Der Sicherheitsaspekt kommt beim XMG P507 ebenfalls nicht zu kurz. So befindet sich zwischen den beiden Touchpad-Tasten ein Fingerabdruckscanner. Auf der rechten Seite wartet eine Öffnung für Kensington Locks. Abgerundet wird das Paket von einem TPM-2.0-Chip.

Der Lieferumfang ist reichhaltiger als bei den meisten Notebook-Anbietern. Neben einem XMG-Aufkleber (das Chassis ist bereits auf dem Deckel sowie dem Display-Rahmen »gebrandet«) und einem Reinigungstuch entdeckt man auch einen 16 GByte großen USB-Stick mit Treibern und mehrere Schrauben für den Festplattenkäfig. Wer ein Betriebssystem ordert, erhält zusätzlich eine DVD mit der System Recovery.

Die Wartung des XMG P507 ist ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite sind wir etwas traurig darüber, dass es keine »echte« Wartungsklappe gibt und man den kompletten Boden entfernen muss (was aufgrund dutzender Schrauben sehr lang dauert). Sobald man sich zum Innenleben vorgekämpft hat, wird man allerdings mit umfangreichen Upgrade- und Reinigungsoptionen verwöhnt. Egal, ob Funkmodul, Massen- oder Arbeitsspeicher (zwei der vier RAM-Slots stecken unter der Tastatur): Alles ist mit ein wenig Aufwand erreichbar.

Das Kühlsystem von CPU und GPU wurde komfortablerweise getrennt. Während der Core i7-6700HQ auf zwei Heatpipes und einen Lüfter zurückgreifen kann, sind es bei der GTX 1060 insgesamt drei Heatpipes und zwei Lüfter. Schade finden wir hingegen, dass der Akku nur von innen zugänglich ist. Dieser Trend hat sich im Notebook-Bereich leider eingebürgert.

Bei der Software konzentriert sich Schenker auf das Wesentliche. Das ist auch gut so, denn eine übertriebene Menge an Tools und Programmen verlangsamt gern den Systemstart und müllt Windows unnötig zu.

Erwähnenswert ist vor allem das Control Center, das nicht nur durch eine manuelle Lüftersteuerung, sondern auch durch eine Option namens GPU-Schalter begeistert. Letztere aktiviert entweder G-Sync oder – nach einem Neustart – Nvidias Optimus Technik (wechselt dynamisch von der HD Graphics 530 des Prozessors auf die GeForce). Unsere Benchmarks und alle sonstigen Messungen wurden jeweils mit aktiver Grafikumschaltung durchgeführt. Ohne Optimus könnten zum Beispiel die Laufzeiten deutlich geringer sein.

Als Garantie bietet Schenker 24 oder 36 Monate Pickup-&-Return-Service an. Die dabei enthaltene 6-monatige Schnellreparatur lässt sich optional auf die halbe oder gesamte Garantiezeit erweitern.
Die Eingabegeräte kennen wir bereits vom XMG P506. Barebone-Experte Clevo übernimmt die Tastatur 1:1 für das frische Chassis. Dies gilt auch für die weiße, in fünf Stufen regelbare Beleuchtung, welche eine Nutzung im Dunkeln erlaubt. Qualitativ bewegt sich das Keyboard auf einem guten Level. Die eckigen, matt-schwarzen Tasten sind durchschnittlich 15 x 15 mm groß und verfügen über ein sauberes Tippverhalten. Durch die knackige Mechanik hören sich Tastenanschläge jedoch etwas laut an. Andere Keyboards gehen spürbar leiser zu Werke.

Lob kassiert das XMG P507 für den dedizierten Nummernblock. Das Layout ist tendenziell auf Gamer zugeschnitten. So ragen die Richtungspfeile in den Hauptblock und das Ziffernfeld hinein. Größere Experimente à la MSI (man vergleiche die Tasten-Anordnung des GT62VR) wagt Clevo jedoch nicht. Die Positionierung der Tastatur würden wir als normal beschreiben. Aus 15-Zoll-Sicht ist die Handballenauflage ausreichend groß.

Das Wort ausreichend passt auch zur Dimensionierung des Touchpads. Mit einer Breite von 10,8 und einer Höhe von 6,2 cm lässt sich Windows angenehm bedienen. Dank der recht glatten Oberfläche gleiten die Finger meist tadellos über den Mausersatz. Die Präzision muss sich ebenfalls nicht hinter der Konkurrenz verstecken.

Etwas unzufrieden waren wir nur mit der Gestenunterstützung. Zoomen und Scrollen erwies sich in manchen Situationen als hakelig. Eine spezielle Software zur Konfiguration der Gesten war auf dem Testgerät nicht installiert. Um den Mausersatz von der Handballenauflage unterscheiden zu können, hat Clevo das Touchpad leicht abgesenkt. Die beiden Tasten verrichten einen ordentlich Job. Sie sind weder schwammig noch arg laut.
Wie bereits angedeutet, wurde auch das Display vom Vorgänger übernommen. Beim LG Philips LP156WF6 (LGD046F) handelt sich sich um ein mattes 15,6-Zoll-Modell mit IPS-Technik. In den meisten Kategorien kann das Panel eine gute Wertung einfahren. Angefangen beim Kontrast, der 960:1 beträgt. Mit der Helligkeit (~290 cd/m²) und dem Schwarzwert (0,3 cd/m²) dürften die meisten Nutzer auch zufrieden sein. Solange man das Display nicht mir einer direkten Sonneneinstrahlung konfrontiert, lässt sich der Bildschirminhalt sogar im Outdoor-Bereich noch ordentlich erkennen.
Subjektiv wirken Spiele, Videos und Fotos recht kräftig und naturgetreu. Für professionelle Anwender, die einen hohen Farbraum benötigen, ist das XMG P507 dennoch nicht ideal. Mit einer sRGB-Abdeckung von 83 % und einer AdobeRGB-Abdeckung von 55 % schlägt sich das LG Philips LP156WF6 nur mittelprächtig. Allerdings bietet kaum ein Gaming-Konkurrent mehr, im Vergleichsfeld kann sich nur das Gigabyte P55K v5 absetzen (91 % sRGB, 59 % AdobeRGB). Tipp: Das 4K-Display AU Optronics B173ZAN01.0, welches unter anderem im XMG U716/726 und Acer Predator 17 zum Einsatz kommt, schafft 100 % sRGB und 88 % AdobeRGB.
Bei den Graustufen und der Farbgenauigkeit gibt es ebenfalls Luft nach oben. Durch eine Kalibrierung konnten wir die entsprechenden DeltaE-2000-Werte von 4,43 auf 0,83 und von 5,1 auf immerhin 3,15 senken.

Die Blickwinkelstabilität des XMG P507 orientiert sich am typischen IPS-Niveau. Veränderungen treten – wenn überhaupt – nur aus sehr schrägen Betrachtungswinkeln auf, die man im Alltag eigentlich nie erreicht.
Wie schon das alte XMG P506 hat es auch der Nachfolger auf den High-End-Bereich abgesehen. Unser Testgerät enthielt neben den Pflicht-Komponenten (Core i7-6700HQ, FHD-Panel) noch 16 GByte DDR4-RAM im Dual-Channel und eine Kombination aus m.2-SSD und 2,5-Zoll-HDD. Größte Attraktion ist Nvidias brandneue Pascal-GPU, die im 16-nm-Verfahren entsteht (Maxwell: 28 nm) und hoffentlich genug Videospeicher für die nächsten Jahre mitbringt.
Intels Core i7-6700HQ ist der absolute Klassiker unter den Notebook-CPUs. Das Vierkern-Modell basiert auf der aktuellen Skylake Architektur und kann mit 6 MByte L3-Cache sowie einem Takt von 2,6 bis 3,5 GHz auftrumpfen.

Als TDP nennt der Hersteller 45 Watt, was den Kühlanforderungen des teureren Bruders Core i7-6820HK entspricht, der ganze 8 MByte L3-Cache bietet und mit 2,7 bis 3,6 GHz läuft. Dank Hyper-Threading können beide 14-nm-Modelle acht Threads parallel berechnen.
Im Hinblick auf des Taktverhalten gab es keine bösen Überraschungen: Ein kurzer Check mit dem Cinebench R15 zeigte, dass der Core i7-6700HQ fast immer am maximalen Turbo kratzt. Je nach Kernauslastung sind es beim XMG P507 zwischen 3,1 und 3,5 GHz. Der Konkurrenz ergeht es ähnlich, so dass alle Vergleichs-Notebooks in den CPU-Tests auf Augenhöhe liegen.
Die Systemleistung fällt erwartungsgemäß hoch aus. Aufgrund des eingebauten Solid State Drives bootet das XMG P507 erfreulich schnell und reagiert beim Öffnen von Programmen sehr direkt. Ladezeiten in Spielen halten sich ebenfalls in Grenzen. Der PCMark 7 untermauert den subjektiven Eindruck. Mit 6.138 Punkten kann die Testkonfiguration 4 % an MSIs GT62VR 6RE vorbeisprinten, das 5.926 Punkte erzielte.
Wenngleich für die meisten Anwender eine klassische SATA-III-SSD genügt, welche ab etwa 500 MB/Sek limitiert, gehört die Zukunft Solid State Drives auf PCIe-Basis. Die im Testgerät verbaute 256-GByte-Version der Samsung SM951 liefert eine tolle Vorstellung ab. Rund 2.000 MB/Sek beim sequentiellen Lesen und 1.200 MB/Sek beim sequentiellen Schreiben (AS SSD Benchmark) verdienen großen Respekt und lassen Kontrahenten mit Standard-SSDs auf dem Papier ziemlich alt aussehen. So liegen das MSI GT62VR, das Asus GL502VY und das Gigabyte P55K v5 in der getesteten Ausstattung über 60 % zurück.

Begleitet wurde das NVMe-Modell von einer konventionellen Festplatte im 2,5-Zoll-Format. Das Terabyte-Drive Western Digital Blue ist für HDD-Verhältnisse – trotz einer Drehzahl von 5.400 statt 7.200 – einigermaßen flott. Der CrystalDiskMark berechnete sequentiell knapp 120 MB/Sek. Kurzum: Mit dieser Massenspeicher-Combo machen Käufer nichts falsch und erhalten gleichermaßen ein reaktionsschnelles Betriebssystem sowie ausreichend Speicherplatz für ihre Film-, Serien- und/oder Spiel-Bibliothek.
Obwohl Notebooks mit der GeForce GTX 1060 nicht gerade günstig sind, ist das DirectX-12-Modell immer noch das preislich attraktivste High-End-Mitglied der frischen Pascal Generation. Allerdings muss die GTX 1060 im Vergleich zu den Topmodellen GTX 1070 und GTX 1080 auch mit einer deutlich abgespeckten Hardware vorliebnehmen. Größter Unterschied ist die Anzahl der Shader-Einheiten. Während die GTX 1080 auf 2.560 und die GTX 1070 auf 2.048 kommt, sind es bei der GTX 1060 nur 1.280 CUDA Cores, also etwa halb so viel.

Eine weitere Einschränkung betrifft das Speicher-Interface. Zwar ist der GDDR5-VRAM mit 6 GByte recht üppig und zukunftssicher bemessen, die Anbindung beträgt jedoch nur 192 Bit. Wie die Desktop-Version der GTX 1060 im Test gezeigt hat, wirkt sich das (für eine High-End-GPU) schmale Interface kaum negativ aus, weil Nvidia an der Speicherkomprimierung getüftelt hat.
Die Taktraten erinnern derweil an die GTX 1070. So läuft der Kern mit 1.405 bis 1.671 MHz, wohingegen der GDDR5-VRAM effektiv 8.000 MHz erreicht. Top: Nivdia traut seiner Pascal Architektur derart viel zu, dass der Chiptakt in der Praxis noch höher steigen kann. Laut dem Render-Test des Tools GPU-Z schafft die GTX 1060 maximal 1.911 MHz. Nach 2 Durchläufen mit dem Unigine Heaven 4.0 Benchmark pendelte sich der Kern jedoch auf ca. 1.570 MHz ein, was im normalen Turbo-Bereich liegt.

Falls Sie sich wundern sollten, warum das Desktop-Modell oft besser abschneidet: Durch die mächtigere Kühlung und das größere Platzangebot hatte die GTX 1060 in unserem Tower-PC mehr Spielraum. Im Schnitt waren es dort knapp 1.820 MHz – umgerechnet +16 %. Ergo: Je nach Kühlvermögen bzw. Kühlreserven kann es bei Notebooks zu einer unterschiedlichen Turbo-Ausnutzung und entsprechend zu gewissen Performance-Abweichungen kommen.
Widmen wir uns jetzt der Gretchenfrage, nämlich wie potent die GTX 1060 tatsächlich ist. Eine erste Antwort darauf gibt der Fire-Strike-Test des aktuellen 3DMark. Mit einem GPU-Score von 11.045 Punkten übertrumpft der 16-nm-Chip fast die gesamte Maxwell Familie. Gegen die GTX 980M heißt es +15 %, gegen die GTX 970M +45 %. Eine GTX 965M wird sogar um das Doppelte abgehängt. Noch deutlich schneller werkelt die GTX 1070 mit 17.066 Punkten (+55 %).
Beim Einsatz von Full-HD fühlt sich die GTX 1060 um einiges wohler. Hier sind maximale Details und mehrfache Kantenglättung meist kein Problem, lediglich Anno 2205 und XCOM 2 blieben mit 1.920 x 1.080 Pixeln unter 30 fps. Insgesamt macht die GTX 1060 eine relativ gute Figur, ohne den Spitzenreitern GTX 1070 und GTX 1080 das Wasser reichen zu können. Letztere sind für Fans von hochauflösenden Displays deutlich besser geeignet.
Um das »Performance-Loch« zu füllen, sollte Nvidia in unseren Augen möglichst bald eine GTX 1065 ankündigen. Von der GTX 960M auf die GTX 970M gab es damals auch einen riesigen Sprung, welcher per GTX 965M eliminiert wurde. Doch zurück zum Thema: Verglichen mit den 28-nm-Chips der Maxwell Reihe ist die GTX 1060 sehr leistungsstark. Nimmt man alle FHD-/Ultra- und 4K-/High-Benchmarks zusammen, ordnet sich der Pascal Spross mittig zwischen der GTX 980M und dem ehemaligen Topmodell GTX 980 ein.
Bei den Geräuschemissionen herrscht Optimierungsbedarf. Durchschnittlich 46 dB(A) im 3DMark 06 und bis zu 49 dB(A) unter Volllast sind selbst für ein Gaming-Notebook relativ laut. Der Vorgänger erzeugte im Stresstest zwar noch etwas höhere 51 dB, blieb dafür jedoch im normalen 3D-Betrieb ruhiger (42 dB). Auch der GTX-1070-Konkurrent MSI GT62VR geht unter Last leiser zu Werke (40-46 dB). Hier merkt man die Vorteile des knapp 1,5 cm dickeren Chassis.

Am Idle-Betrieb könnte der Gehäusehersteller ebenfalls noch schrauben. Während der Grundpegel mit 31-32 dB sehr dezent ist und man nur ein minimales Rauschen der Lüfter hört (der linke schaltet sich bisweilen komplett ab), kommt es hin und wieder zu einem nervigen und nicht ganz nachvollziehbaren Auftouren. Eher anspruchslose Tätigkeiten wie Internet-Surfen oder Installation zwingen die Lüfter auch manchmal zu unnötigen Drehzahlwechseln. Dieses Verhalten ist typisch für Clevo Barebones, wobei die Situation in den letzten 1-2 Jahren schon besser wurde.
Kurz nachdem wir die Lautstärke-Messungen durchgeführt hatten, schickte uns Schenker ein neues EC-BIOS, welches die Lüftersteuerung »smoother« gestalten soll, von uns allerdings nicht installiert werden konnte, da die USB-Ports des Testgeräts keine USB-Sticks erkannten und auch das Update in Windows fehlschlug. Lange Rede, kurzer Sinn: Vielleicht tourt das XMG P507 inzwischen seltener auf. Die Festplatte ist – sofern sie läuft - im Idle-Modus präsenter als die Lüfter. Ein HDD-Verzicht würde im Optimalfall zu einem fast lautlosen Pegel führen.
Angesichts der hohen Leistung und des flachen Gehäuses sind die Temperaturen vertretbar. Durchschnittlich 29 °C im Leerlauf und 40 (Oberseite) bzw. 42 °C (Boden) im Stresstest erreichen häufig auch größere 15-Zoll-Notebooks. Maximal konnten wir an der Unterseite 53 °C messen, wodurch man von einer Gaming-Partie auf dem Schoß besser Abstand nehmen sollte. Positiv wäre der Handballenbereich hervorzuheben: Dieser übersteigt nie 30 °C. Die Verteilung des Kühlsystems wurde primär auf Rechtshänder zugeschnitten. Wer auf der linken Seite eine Maus nutzt, bekommt die ganze CPU-Luft ab. Die Lüfter der GPU sind beide nach hinten ausgerichtet.
Kommen wir zur Hardware, die meist deutlich mehr schwitzen muss. Doch Aufatmen: Nach einer Stunde Volllast mit den Tools Furmark und Prime95 waren die Werte allesamt unkritisch. Knapp 80 °C beim Core i7-6700HQ und ca. 70 °C bei der leicht drosselnden GTX 1060 (liegt eher an Furmark als an der Kühlung), gehen vollkommen in Ordnung, zumal der CPU-Turbo noch geringfügig aktiv ist. Im Umkehrschluss müsste das XMG P507 gar nicht so laut werden, wie es derzeit geschieht.
Das Soundsystem dürfte identisch zur letzten Generation sein. Clevo verbaut erneut ein 2.0-System von Onkyo, das durch die Klang-Software Sound Blaster X-Fi MB5 unterstützt wird (enthält mehrere Szenarien wie Film, Musik und Voice). Unsere kürzlich eingeführte Audio-Analyse sieht das XMG P507 etwa auf dem Level des MSI GT62VR, wobei tiefe Töne schlechter und hohe Töne besser klingen sollen. Die Abwesenheit eines Subwoofers sorgt definitiv für einen schwachen und enttäuschenden Bass.

Summa summarum siedelt sich der Klang im (oberen) Mittelfeld an. Auf Dauer würden wir die Verwendung von externen Lautsprechern oder einem Headset empfehlen, da der Sound doch recht blechern und unpräzise sein kann. Bei dünnen Chassis ist es allerdings auch schwer, ein überzeugendes Klangerlebnis zu realisieren. Andere Slim-Gamer fallen in dieser Kategorie noch weiter zurück.
Nvidias Pascal Architektur besticht nicht nur durch eine erstklassige Leistung, sondern auch durch einen moderaten Energieverbrauch. Das wird besonders bei der Gegenüberstellung mit dem Vorgänger deutlich. Obwohl die GeForce GTX 1060 etwa 1,5x so schnell wie die alte GTX 970M ist, genehmigte sich das XMG P507 in der ersten Passage des 3DMark 06 knapp zwei Watt weniger als das XMG P506, das ebenfalls von einem Core i7-6700HQ angetrieben wurde. Einzig der Maximalverbrauch fällt beim XMG P507 mit 174 zu 146 Watt deutlich höher aus. Im Idle-Modus sind die Werte wiederum ähnlich. Nvidias Optimus Technik sorgt für recht sparsame 11-21 Watt. MSIs GT62VR zieht fast das Doppelte aus der Steckdose (keine Grafikumschaltung).
Etwas schwache Akkukapazität (60 Wh) hin oder her: Die Mischung aus Optimus und energieffizienter CPU- respektive GPU-Architektur garantiert stets eine ordentliche Laufzeit. Rund zwei Stunden bei maximaler Helligkeit und hoher Last wissen ebenso zu gefallen wie knapp 7 Stunden Idle-Betrieb mit minimaler Leuchtkraft. In unserem praxisnahen WLAN-Test, der automatisch eine Reihe von Websites durchschaltet, kam das XMG P507 auf gut 4,5 Stunden, was ebenfalls nicht von schlechten Eltern ist, wenn man die räumlichen Einschränkungen des dünnen Chassis betrachtet. Im Akku-Betrieb wird die Framerate der GPU übrigens auf 30 begrenzt.
Wie man anhand der umfangreichen Pro-Liste erkennt, verfügt das XMG P507 über eine Vielzahl an Stärken. Das eingesetzte Clevo Barebone P651 bildet eine gute Synthese aus Mobilität und Power.

Im Gegensatz zu anderen Gaming-Notebooks, die rein auf Performance setzen, lässt sich der 15-Zöller durchaus öfter herumschleppen. Das 2,8 Kilogramm schwere sowie 2,5 Zentimeter dünne Chassis (2,9 cm @GTX 1070) punktet mit hochwertigen Materialien, durchdachten Eingabegeräten und sehr vielen Anschlüssen.

Respekt gebührt auch den Upgrade-Möglichkeiten. Zwar wurden CPU und GPU verlötet, die restlichen Komponenten kann man jedoch austauschen. Bis zu vier DDR4-RAM-Module und maximal vier Massenspeicher sind im 15-Zoll-Bereich (vor allem bei Slim-Gamern) nicht selbstverständlich. Dank der individuellen Konfiguration lässt sich das XMG P507 schon vor dem Kauf an die persönlichen Bedürfnisse anpassen.

Der eigentlich Star ist allerdings Nvidias taufrische Pascal GPU. Auch wenn die GeForce GTX 1060 nur für FHD gedacht ist, waren wir von der gebotenen Leistung, die sich zwischen der GTX 980M und der GTX 980 bewegt, ziemlich beeindruckt. Das neue Herstellungsverfahren (16 nm) gewährleistet zudem, dass Pascal Notebooks nicht unbedingt mehr als ihre Maxwell Pendants verbrauchen und nicht zwangsläufig lauter oder heißer werden müssen. Als i-Tüpfelchen beherrscht der 15-Zöller Optimus UND G-Sync.

Am »Sehr Gut« schrammt das Gerät dennoch vorbei. Minuspunkte wären unter anderem das Screen-Bleeding, der wackelige Deckel und der etwas dürftige Sound. Hinzu kommt ein arg wuchtiges Netzteil. Außerdem sind die Gehäuseoberflächen sehr empfindlich, was Fingerabdrücke angeht.

Wer sich dieser Schwächen bewusst ist, sollte dem XMG P507 eine Chance geben. Im Bereich der kompakten High-End-Notebooks spielt Schenker ganz vorne mit. Ebenbürtige Alternativen sind zum Beispiel das Asus Strix GL502VS oder das häufig im Test genannte, aber auch merklich dickere MSI GT62VR.

2 Kommentare 28.8.16 07:40, kommentieren

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Sony Xperia XA ersatzakku kaufen

Mit dem Xperia XA wirft Sony ein neues Designerstück in den Ring der Smartphone-Mittelklasse: Insbesondere Ästheten dürfte der dünne seitliche Displayrahmen sowie die schnörkellose Bauweise sofort ins Auge fallen. Doch genügen auch die inneren Werte, um die Konkurrenz auf Abstand zu halten?
Das Mittelklasse-Modell Sony Xperia XA gehört zur neuen X-Serie des Herstellers und ordnet sich mit einem Einführungspreis von 300 Euro (Marktpreise ab ca. 270 EUR) zwischen dem mit stärkeren Komponenten ausgerüsteten Xperia X sowie dem deutlich günstigeren Einsteigermodell Xperia E5 ein. Neben dem Farbton „Lime-Gold“, der das Testgerät ziert, wird das Smartphone noch in „Rosé-Gold“, „Graphit-Schwarz“ sowie in „Weiß“ angeboten. Unter der Haube stecken stets ein Mediatek-SoC mit acht Kernen, 2 GB RAM sowie 16 GB interner Speicher. Das Gerät läuft ab Werk mit Android 6.0 Marshmallow.

Zur den schärfsten Konkurrenten des Xperia XA zählen das Huawei P9 Lite, das ZTE Blade V7 sowie die Samsung Modelle J5 (2016) und A3 (2016). Mitbewerber ohne Android-Betriebssystem sind in dieser Preisklasse rar gesät, sodass hier das bereits ab 170 Euro erhältliche Microsoft Lumia 650 zeigen muss, was in ihm steckt.
Wie schon eingangs erwähnt besticht das Gehäuse des Xperia XA vor allem durch ein besonders schlankes Design. So misst es in der Breite lediglich 66,8 Millimeter, was vor allem durch die mit unter einem Millimeter sehr schmal ausfallende Displayumrandung begünstigt wird. Zum Vergleich: Das ebenfalls mit einem 5-Zoll-Display ausgestattete Microsoft Lumia 650 ist 4,1 Millimeter breiter. Optisch gelungen ist zudem der nahtlose Übergang des Touchscreens in den Seitenrahmen. Hinsichtlich der sonstigen Abmessungen kann sich das Testgerät jedoch nicht positiv von den Konkurrenten abheben, sodass es aufgrund der ungewöhnlichen Proportionen manchem Betrachter etwas zu lang geraten erscheint. Beim Gehäusematerial setzt Sony größtenteils auf Kunststoff, lediglich an den langen Seitenkanten des Rahmens kommt Metall zum Einsatz. Diese Kombination ermöglicht ein relativ niedriges Gewicht von 137 Gramm.

Durch die gleichmäßigen Spaltmaße und die abgerundeten Flächen auf der Vorder- und Rückseite liegt das Smartphone gut in der Hand und hinterlässt einen qualitativ hochwertigen Eindruck. Kritisieren könnte man höchstens den stellenweise leicht rauen Übergang zwischen Glas und Metall an den Seiten des Touchscreens. Schade ist darüber hinaus, dass sich zum Ende des Tests bereits erste feine Kratzer auf dem Display sowie der Smartphone-Rückseite zeigten – hier hätte die Verwendung etwas robusterer Materialien der Optik auf Dauer sicher nicht geschadet.

Bei Verwindungsversuchen erweist sich die Konstruktion durchaus als stabil, es kommt zu keinen größeren Verformungen oder einer beunruhigenden Geräuschentwicklung. Schade ist allerdings, dass das Display beim Druck auf die leicht abgerundeten Bildschirmränder schon recht früh zur Wellenbildung neigt. Die Wartungsmöglichkeiten beschränken sich auf den Austausch von SIM- und microSD-Karte, der Akku ist fest verbaut.
Für Bilder, Apps und Co. besitzt das Smartphone einen 16 GB fassenden Flash-Speicher, von dem im Auflieferungszustand allerdings mit rund 8,4 GB nur noch ungefähr die Hälfte frei nutzbar ist – hier hat die Konkurrenz trotz nominell gleicher Speichergröße oftmals etwas mehr zu bieten. Optional kann das Xperia XA jedoch um bis zu 200 GB via microSD-Karte erweitert werden. Ein vollwertiger Ersatz ist dies aber nicht, da die Speicherkarte nicht als interner Speicher eingebunden werden kann. So sind aber immerhin Dateien wie Bilder und Videos sowie App2SD-geeignete Programme dorthin verschiebbar. Für die Audioausgabe gibt es einen klassischen 3,5-mm-Headset-Anschluss. Der Datenaustausch funktioniert über einen konventionellen Micro-USB-Port mit OTG-Funktion.

Darüber hinaus unterstützt das Smartphone die Bildübertragung via Miracast sowie Medienstreaming via DLNA. Auch NFC und eine Benachrichtigungs-LED sind mit an Bord. Einen Fingerabdruckleser – wie ihn beispielsweise das Huawei P9 Lite zu bieten hat – sucht der Xperia-XA-Käufer hingegen vergeblich.
Sony liefert das neue Modell ab Werk mit Android 6.0 aus. Schade ist jedoch, dass der Hersteller hinsichtlich der Aktualisierung etwas hinterherhinkt – installiert war auch nach der Update-Suche weiterhin der Sicherheitspatch vom 01. April 2016.

Die Android-Benutzeroberfläche wurde von Sony nur behutsam um einige Komfortfunktionen angepasst. Optische Veränderungen betreffen hauptsächlich grafische Elemente wie Icons und Hintergrundbilder. Zudem wird durch den Appdrawer weiterhin horizontal gescrollt.

Neben den typischen Sony-Apps (Xperia Lounge, Playstation, What’s New, Movie Creator, Skizze, TrackID) installiert Sony leider auch mehrere Drittanbieterprogramme wie Amazon Shopping, Facebook, Kobo eBooks, AVG Protection, Sky Go und Spotify. Diese können zwar alle deaktiviert, nicht jedoch deinstalliert werden.
Das Mobilfunkmodem des Xperia XA unterstützt neben den üblichen GSM- und UMTS-Frequenzen auch LTE Cat. 4 mit bis zu 150 Mbit/s im Down- bzw. 50 Mbit/s im Upload. Über WLAN kann sich das Gerät sowohl mit 2,4- als auch mit 5-GHz-Netzen verbinden. Der aktuelle AC-Standard fehlt allerdings. Bei der Geschwindigkeitsmessung an unserem Referenzrouter Linksys EA8500 schlägt das Smartphone mit 92,5 Mbit/s bzw. 83,6 Mbit/s Netto-Datenrate günstigere Geräte ohne 5-GHz-WLAN wie beispielsweise das Wiko Lenny 3 oder das Honor 5C deutlich. An das teurere Schwestermodell Xperia X oder die High-End-Smartphones von Huawei und Samsung kann es damit allerdings noch lange nicht heranreichen. Für die Kommunikation im Nahbereich unterstützt das Testgerät darüber hinaus die Datenübertragung via Bluetooth 4.1 sowie NFC.
Im Freien findet das integrierte GPS-Modul des Xperia XA flott die aktuelle Position des Nutzers und selbst in vielen Innenräumen gelingt der Kontakt zum Satellitennetzwerk reibungslos. Laut App ist das Xperia XA hierbei bis auf einen Meter genau – ein hervorragender Wert. Ob sich dies auch in Praxissituationen positiv auswirkt, offenbart unsere Testrunde, in der wir das Smartphone gegen den GPS-Fahrradcomputer Garmin Edge 500 antreten lassen. Mit einer Gesamtabweichung von fast drei Prozent der Streckenlänge sowie einer lediglich recht groben Protokollierung der gefahrenen Strecke – besonders im Bereich des Wendepunktes – enttäuscht das Xperia XA nach den anfänglich sehr guten Resultaten etwas. Für normale Navigationsaufgaben sollte die gebotene Leistung aber allemal genügen.
Für die Telefonie-Funktionen setzt Sony weiterhin auf die bereits von der Z-Serie bekannte App. Auf ihrer Startseite finden sich viele Funktionen, darunter eine Suchleiste für Kontakte, die Anrufliste sowie eine Ansicht der am häufigsten gewählten Rufnummern. Ein Nummernblock sowie das Adressbuch sind über eingeblendete Schaltflächen direkt erreichbar.

Bei Telefonaten mit dem Ohrhörer gefiel die ausreichend laute und klare Stimmwiedergabe auf beiden Seiten. Ab und an war allerdings ein leises – nicht wirklich störendes – Rauschen zu vernehmen. Sehr gut lässt es sich auch mit dem beiliegenden Headset telefonieren. Kommt der Freisprecher zum Einsatz wendet sich das Blatt: Hier verhindert sowohl der lediglich in stillen Umgebungen ausreichend kraftvolle Lautsprecher sowie das Mikrofon mit seiner blechern wirkenden, zu leisen Stimmaufnahme eine entspannte Kommunikation mit dem Gesprächspartner.
Die Hauptkamera des Sony Xperia XA löst mit 13 Megapixeln klassentypisch auf, hat jedoch einen Hybrid-Autofokus spendiert bekommen, der für besonders schnelle Schnappschüsse sorgen soll. Auf der Vorderseite kommt eine 8-Megapixel-Webcam zum Einsatz, die – untypischerweise – ebenfalls mit einem Autofokus ausgestattet ist. Beide Kameras arbeiten mit einer Blende von f/2.0 und zeichnen Videos maximal in Full HD mit 30 Bildern pro Sekunde auf.

Während uns sowohl der flotte Autofokus der Hauptkamera wie auch der physische Auslöser-Button gefallen haben, kann sich die Bildqualität nicht nennenswert von der anderer Mittelklasse-Konkurrenten abheben: Zum einen wirken manche Aufnahmen ungewöhnlich fahl (Szene 1), zum anderen verwaschen insbesondere Gras und Blattwerk oft zu einem Einheitsbrei (Szene 2). Leider kann das Testgerät auch unter Low-Light-Bedingungen nicht gerade glänzen, obwohl Sony vollmundig „atemberaubende Aufnahmen bei schwachem Licht“ verspricht (Szene 3). Dafür verantwortlich dürfte die Kombination aus starker Rauschunterdrückung und fehlendem optischen Bildstabilisator sein. High-End-Modelle wie das Samsung Galaxy S7 Edge oder das OnePlus 3 erzeugen durchweg deutlich schärfere Bilder – für ein Mittelklasse-Gerät ist die gebotene Qualität aber noch in Ordnung. Auffällig war zudem, dass bei Macro-Aufnahmen mit rund 10 Zentimetern etwas mehr Abstand zum Motiv eingehalten werden muss als bei vielen anderen Smartphones.

Einen positiven Eindruck hinterließ die Selfie-Cam auf der Vorderseite. Dank Autofokus erzeugt sie eine hübsche Tiefenunschärfe bei Selbstportraits, kann jedoch bei Bedarf auch vergleichsweise scharfe Landschaftsaufnahmen knipsen (siehe Vergleichsbild).

Die Videoaufnahmen beider Kameras wirken dank 30 Bildern pro Sekunde flüssig, allerdings fallen die Helligkeitssprünge bei Kameraschwenks recht hart aus und der parallel aufgezeichnete Ton klingt etwas dumpf. Bei der Hauptkamera kommt der unsichere Autofokus hinzu, der nach Bewegungen – häufig unnötigerweise – neu fokussiert. Effektiv funktioniert hingegen die jeweils optional zuschaltbare elektronische Bildstabilisierung „SteadyShot“, deren Nutzung allerdings mit einem etwas engeren Blickwinkel der Kamera einhergeht.

Die Kamera-App bietet dem Nutzer neben der Automatik einen manuellen Modus, in dem der ISO-Wert sowie der Weißabgleich beeinflusst werden kann. Darüber hinaus sind dort auch Szenen-Modi wie „Nachtaufnahme“ oder „Tiere“ zu finden. Schwenkpanoramas lassen sich hingegen über den Modus „Kamera-Apps“ erstellen, der zusätzliche Funktionen bereitstellt. Die Qualität der Panoramaaufnahmen ist jedoch aufgrund der zahlreichen Bildfehler nicht zufriedenstellend (siehe Beispielbild).
Wählen Sie eine Szene und navigieren Sie im ersten Bild. Ein Klick ändert die Zoomstufe. Ein Klick auf die vergrößerten Bilder öffnet das Original in einem neuen Fenster. Das erste Bild zeigt das skalierte Photo von dem Testgerät.
Ob die Hauptkamera des Xperia XA Farben korrekt erfasst, testen wir durch ein unter kontrollierten Lichtbedingungen geschossenes Foto des X-Rite ColorChecker Passport, welches wir mit den tatsächlichen Referenzfarben vergleichen. Es findet keine Nachbearbeitung der Aufnahme wie etwa ein manueller Weißabgleich statt.

Deutlich fällt ins Auge, dass die meisten Farben zu gesättigt wiedergegeben werden, was insbesondere auf Rottöne zutrifft. Betrachtet man die Helligkeit der Graustufen, zeigt sich zudem eine leichte Unterbelichtung des Fotos.

Verwaschene Details, wie sie teils auf Beispielbildern zu sehen waren, sind beim Abfotografieren unseres Testcharts unter definiertem Kunstlicht nicht zu erkennen. Hier schlägt sich die Kamera sehr ordentlich und offenbart für ein Mittelklasse-Modell kaum Schwächen. Zu den Ecken hin ist lediglich ein minimaler Schärfeabfall sichtbar. Viele Mittelklasse-Konkurrenten – wie beispielsweise das Samsung Galaxy J5 (2016) – schneiden hier schlechter ab.
In der Verpackung des Xperia XA findet der Käufer neben dem Smartphone ein In-Ear-Headset, das jedoch nicht wie bei vielen Kopfhörern heutzutage üblich direkt im Gehörgang, sondern in der Ohrmuschel sitzt. Zudem liegen ein 7,5-Watt-Netzteil (1,5 A / 5 V) samt Micro-USB-Kabel sowie eine Kurzanleitung bei. Als passendes Originalzubehör listet Sony unterschiedliche Cover, eine Dockingstation sowie ein Schnellladegerät, welches Pump Express+ 2.0 von MediaTek unterstützt. Leider ist letzteres zum Testzeitpunkt noch nicht verfügbar.

Sony setzt beim Xperia XA auf die Tastaturlösung SwiftKey, die sich sowohl optisch als auch hinsichtlich der Funktionsweise umfangreich an die Nutzerwünsche anpassen lässt. Wer möchte, kann Texte auch via Wischgesten eingeben.

Die physischen Tasten an der rechten Gehäuseseite lassen sich dank ihrer unterschiedlichen Form haptisch gut voneinander unterscheiden. Schön ist zudem, dass die Kamera einen eigenen Button spendiert bekommen hat, der bei einer langen Betätigung auch aus dem Standby heraus die Foto-App startet. Die Verarbeitung ist klapperfrei, allerdings ist der Druckpunkt der recht schwergängigen Lautstärkewippe bei unserem Testgerät etwas schwammig geraten.

Leider sorgte der Touchscreen des Testgerätes für wiederkehrenden Ärger: Ohne ersichtlichen Grund registrierte er phasenweise Eingaben nicht korrekt, sodass es beispielsweise nicht möglich war, die Schnelleinstellungen bzw. Benachrichtigungen per Wischgeste zu öffnen. Auch beim Surfen machte sich das Phänomen durch eine zittrige Umsetzung von Zoom-Gesten bemerkbar. Nach einer kleinen Beruhigungsphase funktionierte der Touchscreen jedoch immer wieder für eine gewisse Zeit tadellos und präzise. Ein defekt am Testgerat kann hier nicht ausgeschlossen werden. Der integrierte Lagesensor drehte den Bildschirminhalt je nach Position des Smartphones hingegen stets zuverlässig.

Subjektiv fällt beim gemächlichen Scrollen durch Menüs oder auf Webseiten zwar ein leichtes Ruckeln auf, dieses steht jedoch nicht stellvertretend für die gefühlte Gesamtperformance: Im Alltag werden andere Animationen flüssig dargestellt, zudem zeigen sich bei der Bedienung des Smartphones keine ungewöhnlich langen Wartezeiten. Schade ist allerdings, dass sich der Bildschirm des Xperia XA nicht durch doppeltes Antippen aus dem Standby wecken lässt. Stattdessen muss hierfür auf den seitlich angebrachten Power Button zurückgegriffen werden.
Das Xperia XA besitzt ein 5 Zoll großes LC-Display mit einer Auflösung von 1.280 x 720 Bildpunkten, woraus sich eine Pixeldichte von 294 ppi ergibt. Zwar können manche Konkurrenzmodelle wie das Huawei P9 Lite oder das ZTE Blade V7 in dieser Preisklasse mit einer noch feineren Darstellung auftrumpfen, allerdings kann man auch beim Xperia XA aus einem normalen Betrachtungsabstand Pixelstrukturen kaum mehr wahrnehmen.

Mit einer durchschnittlichen Helligkeit von 475 cd/m² bei der Anzeige eines vollständig weißen Bildes setzt sich das Sony-Smartphone an die Spitze – von den Mitbewerbern hat lediglich das Huawei P9 Lite ein ähnlich helles Display zu bieten. Auch bei der Messung mit gleichmäßig verteilten hellen und dunklen Flächen auf dem Bildschirm (Average Picture Level / APL 50) ändert sich die maximale Luminanz nicht wesentlich, allerdings legt das Testgerät bei aktivem Helligkeitssensor mit bis zu 572 cd/m² noch einmal etwas nach. Weniger erfreulich ist hingegen die etwas ungleichmäßige Ausleuchtung von 81 %. Mit einem Kontrast von 849:1 sortiert sich das Xperia XA genau zwischen den ebenfalls mit IPS-Panels ausgerüsteten Konkurrenten Huawei P9 Lite und ZTE Blade V7 ein. Dass hier trotz der hohen Maximalhelligkeit kein besserer Kontrast möglich ist, liegt am relativ hohen Schwarzwert von 0,61 cd/m². Positiv ist jedoch, dass auch unter ungünstigen Umständen kaum Clouding auf dem Bildschirm des Testgeräts erkennbar war.

Ein ungewöhnliches Verhalten zeigte das Smartphone, sobald manuell die niedrigste Displayhelligkeit gewählt wurde: Trotz dieser Fixierung sprang die Intensität des Backlights je nach dargestelltem Bildschirminhalt etwas hin und her.
Das Xperia XA bietet verschiedene Möglichkeiten, die Farbdarstellung an den eigenen Geschmack anzupassen. Einerseits kann der Nutzer eine Bildoptimierung aktivieren – zur Auswahl stehen die Optionen „Bravia Engine 2“ oder „Superlebendiger Modus“ –, andererseits kann der Weißabgleich mittels Schiebereglern systemweit angepasst werden. Mit aktiver Bravia Engine und Standard-Weißabgleich liegt die Farbtemperatur mit 8.151 K deutlich über dem Idealwert von 6.500 K, was sich durch einen Blaustich in den Graustufen bemerkbar macht. Auch bei den Farbabweichungen bewegt sich das Xperia XA mit DeltaE-Werten von 6,8 (Farben) sowie 7 (Graustufen) deutlich oberhalb des Idealbereichs (weniger als 3). Die Konkurrenzmodelle sind hier fast durchweg besser kalibriert, lediglich das ZTE Blade V7 tanzt mit noch deutlich größeren Abweichungen aus der Reihe. Subjektiv fallen die ermittelten Ungenauigkeiten im Alltag jedoch nicht negativ auf.
Mit seiner relativ hohen Maximalhelligkeit eignet sich das Xperia XA grundsätzlich recht gut für die Verwendung im Freien. Bei direkter Sonneneinstrahlung bzw. stärkeren Spiegelungen empfiehlt es sich dennoch in den Schatten auszuweichen, da sonst lediglich kontrastreiche Bildbereiche noch halbwegs erkennbar sind.
In puncto Blickwinkelstabilität muss das Xperia XA im Vergleich zum teureren Schwestermodell Xperia X sowie den mit OLED-Panels bestückten Konkurrenten deutlich Federn lassen. Zwar kommt es dank IPS-Technik nie zu einer Invertierung des Bildinhaltes, allerdings muss der Nutzer mit deutlichen Farbtonveränderungen sowie einem klaren Helligkeitsabfall bei flacheren Betrachtungswinkeln leben.
Im Gegensatz zum teureren Sony Modell Xperia X verrichtet im Xperia XA kein Qualcomm-SoC seine Arbeit, sondern ein Prozessor aus dem Hause Mediatek. Der Helio P10 getaufte Chip besteht aus 8 ARM-Cortex-A53-Kernen, die mit maximal 2 GHz zu Werke gehen. Als Grafikeinheit ist eine ARM Mali-T860 MP2 vorhanden. Der verbaute Arbeitsspeicher fällt mit 2 GB im Vergleich zur Android-Konkurrenz durchschnittlich aus: Während das Samsung Galaxy A3 (2016) nur 1,5 GB zu bieten hat, kann das Huawei P9 Lite mit satten 3 GB glänzen.

Als SoC der oberen Mittelkasse zeigt der Helio P10 eine tolle Performance, die das Xperia XA im Vergleich zu den meisten Mitbewerbern sehr gut dastehen lässt. Lediglich das Huawei P9 Lite liefert in den Benchmarks Antutu, PCMark und Basemark noch etwas bessere Resultate ab. Bei den Grafik-Tests von GFXBench und 3DMark zahlt es sich hingegen aus, dass sich Sony im Gegensatz zu Huawei für ein niedriger auflösendes HD- statt Full-HD-Display entschieden hat: So ist das P9 Lite bei Offscreen-Tests zwar häufig etwas stärker, verliert diesen Vorsprung allerdings, sobald tatsächlich ein Bild ausgegeben wird. Folglich erklimmt das Testgerät in dieser Teildisziplin den Benchmark-Thron.
Bei den Browserbenchmarks zeigt sich erneut die bereits bekannte Hackordnung: Während sich das Xperia XA und das P9 Lite an der Spitze ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern, hinken die anderen Vergleichsgeräte durchweg hinterher.
Der 16 GB fassende Flashspeicher des Xperia XA schafft es mit seinen Leistungswerten in Androbench 3 zwar nicht, einen Spitzenplatz zu ergattern, eine durchschnittliche Platzierung im Vergleich mit der Konkurrenz wird jedoch stets erreicht. Positiv fällt vor allem die relativ flotte sequenzielle Lesegeschwindigkeit von rund 240 MB/s ins Auge, die nur vom Huawei P9 Lite übertroffen wird. Etwas Luft nach oben ist hingegen bei zufälligen Lesevorgängen vorhanden: Hier können das Blade V7 sowie erneut das P9 Lite am Testgerät vorbeiziehen. In dieses Bild passt auch das Resultat des Memory Benchmark von BaseMark OS II: Das Xperia XA landet hinter dem Huawei P9 Lite auf dem zweiten Platz.

Ähnlich solide fällt auch die Anbindung des Speicherkartenslots aus. Mit unserer Referenzkarte Toshiba Exceria Pro M401 (THN-M401S0640E2, UHS-I Class 3, max. Lesen: 95 MB/s, max. Schreiben: 80 MB/s) ermitteln wir mit 50,68 MB/s schreibend den Bestwert im Vergleichsumfeld und auch die Lese-Performance ist mit 72,87 MB/s in Schlagdistanz zu der des Spitzenreiters, dem Samsung Galaxy J5 (2016), – eine tolle Leistung.
Wie bereits anhand der vorherigen Benchmark-Resultate deutlich wurde, sorgt der im Xperia XA integrierte Grafikchip Mali-T860 MP2 im Zusammenhang mit der moderaten Displayauflösung von 1.280 x 720 Pixel für eine flotte Performance. In der Praxis lassen sich so auch anspruchsvolle Spiele wie Asphalt 8 oder Dead Trigger 2 mit hohen Qualitätseinstellungen flüssig spielen.

Während die integrierten Lagesensoren beim Spielen unauffällig gut arbeiten, kann die deutlich spürbare Erwärmung auf der Rückseite des Geräts durchaus stören. Der seitlich angebrachte Lautsprecher wird normalerweise nicht durch die Hände verdeckt – wenn doch, ist vom Sound kaum noch etwas zu hören.

Zwar ist das Smartphone an sich lautlos – schließlich wird es wie üblich passiv gekühlt. Allerdings fiel uns beim mitgelieferten Netzteil ein relativ ausgeprägtes Spulenfiepen auf, das insbesondere bei vollem Akku auch aus einigen Metern Entfernung in stiller Umgebung noch wahrnehmbar war.

Dass ein schlankes Gehäuse und ein relativ leistungsstarker Prozessor nicht immer ein gutes Team bilden, zeigt sich an den Oberflächentemperaturen des Xperia XA: Während im Idle-Betrieb mit durchschnittlich 33,4 °C auf der Vorderseite sowie 31,7 °C auf der Rückseite noch alles im üblichen Rahmen bleibt, erwärmt sich das Smartphone unter Last relativ großflächig auf Werte über 40 °C. Dies ist zwar nicht wirklich heiß, kann gerade im Sommer jedoch durchaus für schwitzende Hände sorgen. Die Konkurrenten bleiben meist einige Grad kühler, lediglich das ähnlich leistungsstarke Huawei P9 Lite erreicht einen vergleichbaren Spitzenwert, der jedoch nur punktuell auftritt.

Schön ist allerdings, dass der SoC seine Arbeitsgeschwindigkeit aufgrund der Erwärmung nicht drosseln muss. Der Akkutest des GFXBench, der den T-Rex-Test dreißigmal in Folge ausführt und dabei die Performance und den Batterieverbrauch protokolliert, offenbart hier keine Schwachstelle: Die Rechenleistung bleibt auf einem konstanten Niveau.

Der Lautsprecher des Xperia XA befindet sich an der unteren Kante des Gerätes und wird so nicht beeinträchtigt, wenn das Smartphone auf einem Tisch liegt. Hält man es in den Händen und deckt dabei versehentlich die relativ schmale Öffnung ab, wird der Schall aber fast vollständig geschluckt. Mit höchstens 82,02 dB(A) in unserem Pink-Noise-Test ist die Maximallautstärke zudem recht niedrig – in unserer Datenbank landet das Xperia XA damit im Vergleich zu anderen Smartphones auf einem der letzten Plätze. Zugleich ist auch die minimale Lautstärke relativ hoch, sodass daraus ein eingeschränkter Regelbereich resultiert. Bei der Analyse des Frequenzgangs wird deutlich, dass bei den mittleren Höhen sowie im Bassbereich ein klares Defizit besteht. Subjektiv resultiert dies in einem recht dünnen Sound, der jedoch glücklicherweise nicht ins Schrille umschlägt und weitestgehend verzerrungsfrei ist.

Der beiliegende Kopfhörer gefällt mit einem ausgewogenen Klang, zudem waren über den 3,5-mm-Headset-Anschluss keinerlei Störgeräusche wahrnehmbar.
Dass starke Hardware schneller an den Stromreserven nagt, zeigt unsere Vergleichstabelle: So benötigen die jeweils mit einem etwas schwächeren SoC bestückten Geräte von Samsung, Microsoft und ZTE fast durchweg weniger Energie als das Xperia XA mit seinem schnellen Achtkern-Prozessor. Lediglich das im Vergleich zum Testgerät noch etwas flotter arbeitende Huawei P9 Lite hat im Schnitt einen größeren Energiehunger.
Aufgrund des vergleichsweise hohen Energieverbrauchs sowie dem relativ kleinen 2.300-mAh-Akku hat das Xperia XA keine guten Anlagen für das Rennen um die längste Akkulaufzeit. Mit 5 Stunden und 53 Minuten im praxisnahen WLAN-Test hinkt es den meisten Konkurrenten deutlich hinterher – ein Galaxy A3 (2016) hält hier über viereinhalb Stunden länger durch. Minimal unterlegen ist lediglich das mit einem noch kleineren Akku ausgestattete Microsoft Lumia 650. Abgesehen von dieser Ausnahme landet das Testgerät bei allen anderen Tests auf dem letzten Platz.

So sind die beiden zur Wahl stehenden Energiesparmodi des Xperia XA besonders wichtig. Der normale „STAMINA“-Modus, der die Geräteleistung, Hintergrundaktivitäten sowie die Displayhelligkeit einschränkt und das Vibrationsfeedback deaktiviert, ist hierbei die vernünftige Wahl für all diejenigen, die das Smartphone weiterhin wie gewohnt nutzen wollen. Im Alltagsbetrieb könnten so ein paar zusätzliche Minuten Betriebszeit aus dem Akku gekitzelt werden. Auf unsere Messung der maximalen Akkulaufzeit hatte die Einstellung aber keine Auswirkung. Für deutlich mehr Ausdauer dürfte hingegen der „Ultra Stamina-Modus“ sorgen, mit dem allerdings auch jegliche Online-Funktionalität verloren geht.

Während unseren Laufzeit-Tests stellten wir fest, dass das Smartphone offenbar noch Notreserven bereithält: Bei einem Akkustand von einem Prozent bliebt es reproduzierbar noch rund sechs Prozent der Gesamtlaufzeit aktiv. Um den Energiespeicher möglichst bald wieder zu füllen, unterstützt das Xperia XA die Schnelladetechnik Pump Express+ 2.0. Allerdings befindet sich das dafür nötige Ladegerät namens UCH12 nicht mit im Lieferumfang und war zum Zeitpunkt dieses Tests auch bei keinem Online-Händler erhältlich. Das beiliegende 7,5-Watt-Netzteil benötigte für einen vollständigen Ladezyklus nicht ganz zwei Stunden, wobei laut Anzeige bereits nach rund einer Stunde 70 Prozent der Gesamtkapazität wiederhergestellt wurde.
Sonys neues Mittelklasse-Smartphone Xperia XA sammelt mit seiner guten Ausstattung einige Pluspunkte: So ist der 16 GB fassende interne Speicher einfach via microSD-Karte erweiterbar, der Micro-USB-Port ist OTG-kompatibel und NFC ist ebenfalls mit an Bord. Ein Fingerabdrucksensor zum komfortableren Entsperren des Smartphones fehlt allerdings. Foto-Begeisterte dürften sich über die dedizierte Auslöser-Taste sowie die relativ hochauflösende Frontkamera mit Autofokus freuen. Bei der Bildqualität müssen klassentypisch jedoch Abstriche in Kauf genommen werden. Gefallen haben uns zudem die gute Leistung des verbauten Mediatek-SoC sowie das helle Display. Die wiederkehrenden Touchscreen-Probleme sorgten im Test jedoch für Verdruss. Ein echter Stimmungskiller für viele Interessenten dürften jedoch die unterdurchschnittlichen Akkulaufzeiten sein.

Das Xperia XA zieht vor allem durch seine schlanke Linie die Blicke auf sich, doch auch die inneren Werte können mit einem flotten SoC, hellem Bildschirm und erweiterbarem Speicher durchaus überzeugen. Letztendlich verhagelt die kurze Ausdauer die ansonsten recht ordentliche Bilanz des Testgeräts.

Mit einem aktuellen Marktpreis von rund 270 Euro rangiert das Xperia XA eher am oberen Ende der Preisskala für aktuelle Mittelklasse-Smartphones. Als in vielen Bereichen ebenbürtiger Rivale stellte sich im Test insbesondere das Huawei P9 Lite heraus, das mit einem größeren Bildschirm, längeren Akkulaufzeiten und einem integrierten Fingerabdruckscanner durchaus einige Vorzüge zu bieten hat. Es ist ebenfalls ab rund 270 Euro erhältlich.

1 Kommentar 28.8.16 07:38, kommentieren