Sony Xperia XA ersatzakku kaufen

Mit dem Xperia XA wirft Sony ein neues Designerstück in den Ring der Smartphone-Mittelklasse: Insbesondere Ästheten dürfte der dünne seitliche Displayrahmen sowie die schnörkellose Bauweise sofort ins Auge fallen. Doch genügen auch die inneren Werte, um die Konkurrenz auf Abstand zu halten?
Das Mittelklasse-Modell Sony Xperia XA gehört zur neuen X-Serie des Herstellers und ordnet sich mit einem Einführungspreis von 300 Euro (Marktpreise ab ca. 270 EUR) zwischen dem mit stärkeren Komponenten ausgerüsteten Xperia X sowie dem deutlich günstigeren Einsteigermodell Xperia E5 ein. Neben dem Farbton „Lime-Gold“, der das Testgerät ziert, wird das Smartphone noch in „Rosé-Gold“, „Graphit-Schwarz“ sowie in „Weiß“ angeboten. Unter der Haube stecken stets ein Mediatek-SoC mit acht Kernen, 2 GB RAM sowie 16 GB interner Speicher. Das Gerät läuft ab Werk mit Android 6.0 Marshmallow.

Zur den schärfsten Konkurrenten des Xperia XA zählen das Huawei P9 Lite, das ZTE Blade V7 sowie die Samsung Modelle J5 (2016) und A3 (2016). Mitbewerber ohne Android-Betriebssystem sind in dieser Preisklasse rar gesät, sodass hier das bereits ab 170 Euro erhältliche Microsoft Lumia 650 zeigen muss, was in ihm steckt.
Wie schon eingangs erwähnt besticht das Gehäuse des Xperia XA vor allem durch ein besonders schlankes Design. So misst es in der Breite lediglich 66,8 Millimeter, was vor allem durch die mit unter einem Millimeter sehr schmal ausfallende Displayumrandung begünstigt wird. Zum Vergleich: Das ebenfalls mit einem 5-Zoll-Display ausgestattete Microsoft Lumia 650 ist 4,1 Millimeter breiter. Optisch gelungen ist zudem der nahtlose Übergang des Touchscreens in den Seitenrahmen. Hinsichtlich der sonstigen Abmessungen kann sich das Testgerät jedoch nicht positiv von den Konkurrenten abheben, sodass es aufgrund der ungewöhnlichen Proportionen manchem Betrachter etwas zu lang geraten erscheint. Beim Gehäusematerial setzt Sony größtenteils auf Kunststoff, lediglich an den langen Seitenkanten des Rahmens kommt Metall zum Einsatz. Diese Kombination ermöglicht ein relativ niedriges Gewicht von 137 Gramm.

Durch die gleichmäßigen Spaltmaße und die abgerundeten Flächen auf der Vorder- und Rückseite liegt das Smartphone gut in der Hand und hinterlässt einen qualitativ hochwertigen Eindruck. Kritisieren könnte man höchstens den stellenweise leicht rauen Übergang zwischen Glas und Metall an den Seiten des Touchscreens. Schade ist darüber hinaus, dass sich zum Ende des Tests bereits erste feine Kratzer auf dem Display sowie der Smartphone-Rückseite zeigten – hier hätte die Verwendung etwas robusterer Materialien der Optik auf Dauer sicher nicht geschadet.

Bei Verwindungsversuchen erweist sich die Konstruktion durchaus als stabil, es kommt zu keinen größeren Verformungen oder einer beunruhigenden Geräuschentwicklung. Schade ist allerdings, dass das Display beim Druck auf die leicht abgerundeten Bildschirmränder schon recht früh zur Wellenbildung neigt. Die Wartungsmöglichkeiten beschränken sich auf den Austausch von SIM- und microSD-Karte, der Akku ist fest verbaut.
Für Bilder, Apps und Co. besitzt das Smartphone einen 16 GB fassenden Flash-Speicher, von dem im Auflieferungszustand allerdings mit rund 8,4 GB nur noch ungefähr die Hälfte frei nutzbar ist – hier hat die Konkurrenz trotz nominell gleicher Speichergröße oftmals etwas mehr zu bieten. Optional kann das Xperia XA jedoch um bis zu 200 GB via microSD-Karte erweitert werden. Ein vollwertiger Ersatz ist dies aber nicht, da die Speicherkarte nicht als interner Speicher eingebunden werden kann. So sind aber immerhin Dateien wie Bilder und Videos sowie App2SD-geeignete Programme dorthin verschiebbar. Für die Audioausgabe gibt es einen klassischen 3,5-mm-Headset-Anschluss. Der Datenaustausch funktioniert über einen konventionellen Micro-USB-Port mit OTG-Funktion.

Darüber hinaus unterstützt das Smartphone die Bildübertragung via Miracast sowie Medienstreaming via DLNA. Auch NFC und eine Benachrichtigungs-LED sind mit an Bord. Einen Fingerabdruckleser – wie ihn beispielsweise das Huawei P9 Lite zu bieten hat – sucht der Xperia-XA-Käufer hingegen vergeblich.
Sony liefert das neue Modell ab Werk mit Android 6.0 aus. Schade ist jedoch, dass der Hersteller hinsichtlich der Aktualisierung etwas hinterherhinkt – installiert war auch nach der Update-Suche weiterhin der Sicherheitspatch vom 01. April 2016.

Die Android-Benutzeroberfläche wurde von Sony nur behutsam um einige Komfortfunktionen angepasst. Optische Veränderungen betreffen hauptsächlich grafische Elemente wie Icons und Hintergrundbilder. Zudem wird durch den Appdrawer weiterhin horizontal gescrollt.

Neben den typischen Sony-Apps (Xperia Lounge, Playstation, What’s New, Movie Creator, Skizze, TrackID) installiert Sony leider auch mehrere Drittanbieterprogramme wie Amazon Shopping, Facebook, Kobo eBooks, AVG Protection, Sky Go und Spotify. Diese können zwar alle deaktiviert, nicht jedoch deinstalliert werden.
Das Mobilfunkmodem des Xperia XA unterstützt neben den üblichen GSM- und UMTS-Frequenzen auch LTE Cat. 4 mit bis zu 150 Mbit/s im Down- bzw. 50 Mbit/s im Upload. Über WLAN kann sich das Gerät sowohl mit 2,4- als auch mit 5-GHz-Netzen verbinden. Der aktuelle AC-Standard fehlt allerdings. Bei der Geschwindigkeitsmessung an unserem Referenzrouter Linksys EA8500 schlägt das Smartphone mit 92,5 Mbit/s bzw. 83,6 Mbit/s Netto-Datenrate günstigere Geräte ohne 5-GHz-WLAN wie beispielsweise das Wiko Lenny 3 oder das Honor 5C deutlich. An das teurere Schwestermodell Xperia X oder die High-End-Smartphones von Huawei und Samsung kann es damit allerdings noch lange nicht heranreichen. Für die Kommunikation im Nahbereich unterstützt das Testgerät darüber hinaus die Datenübertragung via Bluetooth 4.1 sowie NFC.
Im Freien findet das integrierte GPS-Modul des Xperia XA flott die aktuelle Position des Nutzers und selbst in vielen Innenräumen gelingt der Kontakt zum Satellitennetzwerk reibungslos. Laut App ist das Xperia XA hierbei bis auf einen Meter genau – ein hervorragender Wert. Ob sich dies auch in Praxissituationen positiv auswirkt, offenbart unsere Testrunde, in der wir das Smartphone gegen den GPS-Fahrradcomputer Garmin Edge 500 antreten lassen. Mit einer Gesamtabweichung von fast drei Prozent der Streckenlänge sowie einer lediglich recht groben Protokollierung der gefahrenen Strecke – besonders im Bereich des Wendepunktes – enttäuscht das Xperia XA nach den anfänglich sehr guten Resultaten etwas. Für normale Navigationsaufgaben sollte die gebotene Leistung aber allemal genügen.
Für die Telefonie-Funktionen setzt Sony weiterhin auf die bereits von der Z-Serie bekannte App. Auf ihrer Startseite finden sich viele Funktionen, darunter eine Suchleiste für Kontakte, die Anrufliste sowie eine Ansicht der am häufigsten gewählten Rufnummern. Ein Nummernblock sowie das Adressbuch sind über eingeblendete Schaltflächen direkt erreichbar.

Bei Telefonaten mit dem Ohrhörer gefiel die ausreichend laute und klare Stimmwiedergabe auf beiden Seiten. Ab und an war allerdings ein leises – nicht wirklich störendes – Rauschen zu vernehmen. Sehr gut lässt es sich auch mit dem beiliegenden Headset telefonieren. Kommt der Freisprecher zum Einsatz wendet sich das Blatt: Hier verhindert sowohl der lediglich in stillen Umgebungen ausreichend kraftvolle Lautsprecher sowie das Mikrofon mit seiner blechern wirkenden, zu leisen Stimmaufnahme eine entspannte Kommunikation mit dem Gesprächspartner.
Die Hauptkamera des Sony Xperia XA löst mit 13 Megapixeln klassentypisch auf, hat jedoch einen Hybrid-Autofokus spendiert bekommen, der für besonders schnelle Schnappschüsse sorgen soll. Auf der Vorderseite kommt eine 8-Megapixel-Webcam zum Einsatz, die – untypischerweise – ebenfalls mit einem Autofokus ausgestattet ist. Beide Kameras arbeiten mit einer Blende von f/2.0 und zeichnen Videos maximal in Full HD mit 30 Bildern pro Sekunde auf.

Während uns sowohl der flotte Autofokus der Hauptkamera wie auch der physische Auslöser-Button gefallen haben, kann sich die Bildqualität nicht nennenswert von der anderer Mittelklasse-Konkurrenten abheben: Zum einen wirken manche Aufnahmen ungewöhnlich fahl (Szene 1), zum anderen verwaschen insbesondere Gras und Blattwerk oft zu einem Einheitsbrei (Szene 2). Leider kann das Testgerät auch unter Low-Light-Bedingungen nicht gerade glänzen, obwohl Sony vollmundig „atemberaubende Aufnahmen bei schwachem Licht“ verspricht (Szene 3). Dafür verantwortlich dürfte die Kombination aus starker Rauschunterdrückung und fehlendem optischen Bildstabilisator sein. High-End-Modelle wie das Samsung Galaxy S7 Edge oder das OnePlus 3 erzeugen durchweg deutlich schärfere Bilder – für ein Mittelklasse-Gerät ist die gebotene Qualität aber noch in Ordnung. Auffällig war zudem, dass bei Macro-Aufnahmen mit rund 10 Zentimetern etwas mehr Abstand zum Motiv eingehalten werden muss als bei vielen anderen Smartphones.

Einen positiven Eindruck hinterließ die Selfie-Cam auf der Vorderseite. Dank Autofokus erzeugt sie eine hübsche Tiefenunschärfe bei Selbstportraits, kann jedoch bei Bedarf auch vergleichsweise scharfe Landschaftsaufnahmen knipsen (siehe Vergleichsbild).

Die Videoaufnahmen beider Kameras wirken dank 30 Bildern pro Sekunde flüssig, allerdings fallen die Helligkeitssprünge bei Kameraschwenks recht hart aus und der parallel aufgezeichnete Ton klingt etwas dumpf. Bei der Hauptkamera kommt der unsichere Autofokus hinzu, der nach Bewegungen – häufig unnötigerweise – neu fokussiert. Effektiv funktioniert hingegen die jeweils optional zuschaltbare elektronische Bildstabilisierung „SteadyShot“, deren Nutzung allerdings mit einem etwas engeren Blickwinkel der Kamera einhergeht.

Die Kamera-App bietet dem Nutzer neben der Automatik einen manuellen Modus, in dem der ISO-Wert sowie der Weißabgleich beeinflusst werden kann. Darüber hinaus sind dort auch Szenen-Modi wie „Nachtaufnahme“ oder „Tiere“ zu finden. Schwenkpanoramas lassen sich hingegen über den Modus „Kamera-Apps“ erstellen, der zusätzliche Funktionen bereitstellt. Die Qualität der Panoramaaufnahmen ist jedoch aufgrund der zahlreichen Bildfehler nicht zufriedenstellend (siehe Beispielbild).
Wählen Sie eine Szene und navigieren Sie im ersten Bild. Ein Klick ändert die Zoomstufe. Ein Klick auf die vergrößerten Bilder öffnet das Original in einem neuen Fenster. Das erste Bild zeigt das skalierte Photo von dem Testgerät.
Ob die Hauptkamera des Xperia XA Farben korrekt erfasst, testen wir durch ein unter kontrollierten Lichtbedingungen geschossenes Foto des X-Rite ColorChecker Passport, welches wir mit den tatsächlichen Referenzfarben vergleichen. Es findet keine Nachbearbeitung der Aufnahme wie etwa ein manueller Weißabgleich statt.

Deutlich fällt ins Auge, dass die meisten Farben zu gesättigt wiedergegeben werden, was insbesondere auf Rottöne zutrifft. Betrachtet man die Helligkeit der Graustufen, zeigt sich zudem eine leichte Unterbelichtung des Fotos.

Verwaschene Details, wie sie teils auf Beispielbildern zu sehen waren, sind beim Abfotografieren unseres Testcharts unter definiertem Kunstlicht nicht zu erkennen. Hier schlägt sich die Kamera sehr ordentlich und offenbart für ein Mittelklasse-Modell kaum Schwächen. Zu den Ecken hin ist lediglich ein minimaler Schärfeabfall sichtbar. Viele Mittelklasse-Konkurrenten – wie beispielsweise das Samsung Galaxy J5 (2016) – schneiden hier schlechter ab.
In der Verpackung des Xperia XA findet der Käufer neben dem Smartphone ein In-Ear-Headset, das jedoch nicht wie bei vielen Kopfhörern heutzutage üblich direkt im Gehörgang, sondern in der Ohrmuschel sitzt. Zudem liegen ein 7,5-Watt-Netzteil (1,5 A / 5 V) samt Micro-USB-Kabel sowie eine Kurzanleitung bei. Als passendes Originalzubehör listet Sony unterschiedliche Cover, eine Dockingstation sowie ein Schnellladegerät, welches Pump Express+ 2.0 von MediaTek unterstützt. Leider ist letzteres zum Testzeitpunkt noch nicht verfügbar.

Sony setzt beim Xperia XA auf die Tastaturlösung SwiftKey, die sich sowohl optisch als auch hinsichtlich der Funktionsweise umfangreich an die Nutzerwünsche anpassen lässt. Wer möchte, kann Texte auch via Wischgesten eingeben.

Die physischen Tasten an der rechten Gehäuseseite lassen sich dank ihrer unterschiedlichen Form haptisch gut voneinander unterscheiden. Schön ist zudem, dass die Kamera einen eigenen Button spendiert bekommen hat, der bei einer langen Betätigung auch aus dem Standby heraus die Foto-App startet. Die Verarbeitung ist klapperfrei, allerdings ist der Druckpunkt der recht schwergängigen Lautstärkewippe bei unserem Testgerät etwas schwammig geraten.

Leider sorgte der Touchscreen des Testgerätes für wiederkehrenden Ärger: Ohne ersichtlichen Grund registrierte er phasenweise Eingaben nicht korrekt, sodass es beispielsweise nicht möglich war, die Schnelleinstellungen bzw. Benachrichtigungen per Wischgeste zu öffnen. Auch beim Surfen machte sich das Phänomen durch eine zittrige Umsetzung von Zoom-Gesten bemerkbar. Nach einer kleinen Beruhigungsphase funktionierte der Touchscreen jedoch immer wieder für eine gewisse Zeit tadellos und präzise. Ein defekt am Testgerat kann hier nicht ausgeschlossen werden. Der integrierte Lagesensor drehte den Bildschirminhalt je nach Position des Smartphones hingegen stets zuverlässig.

Subjektiv fällt beim gemächlichen Scrollen durch Menüs oder auf Webseiten zwar ein leichtes Ruckeln auf, dieses steht jedoch nicht stellvertretend für die gefühlte Gesamtperformance: Im Alltag werden andere Animationen flüssig dargestellt, zudem zeigen sich bei der Bedienung des Smartphones keine ungewöhnlich langen Wartezeiten. Schade ist allerdings, dass sich der Bildschirm des Xperia XA nicht durch doppeltes Antippen aus dem Standby wecken lässt. Stattdessen muss hierfür auf den seitlich angebrachten Power Button zurückgegriffen werden.
Das Xperia XA besitzt ein 5 Zoll großes LC-Display mit einer Auflösung von 1.280 x 720 Bildpunkten, woraus sich eine Pixeldichte von 294 ppi ergibt. Zwar können manche Konkurrenzmodelle wie das Huawei P9 Lite oder das ZTE Blade V7 in dieser Preisklasse mit einer noch feineren Darstellung auftrumpfen, allerdings kann man auch beim Xperia XA aus einem normalen Betrachtungsabstand Pixelstrukturen kaum mehr wahrnehmen.

Mit einer durchschnittlichen Helligkeit von 475 cd/m² bei der Anzeige eines vollständig weißen Bildes setzt sich das Sony-Smartphone an die Spitze – von den Mitbewerbern hat lediglich das Huawei P9 Lite ein ähnlich helles Display zu bieten. Auch bei der Messung mit gleichmäßig verteilten hellen und dunklen Flächen auf dem Bildschirm (Average Picture Level / APL 50) ändert sich die maximale Luminanz nicht wesentlich, allerdings legt das Testgerät bei aktivem Helligkeitssensor mit bis zu 572 cd/m² noch einmal etwas nach. Weniger erfreulich ist hingegen die etwas ungleichmäßige Ausleuchtung von 81 %. Mit einem Kontrast von 849:1 sortiert sich das Xperia XA genau zwischen den ebenfalls mit IPS-Panels ausgerüsteten Konkurrenten Huawei P9 Lite und ZTE Blade V7 ein. Dass hier trotz der hohen Maximalhelligkeit kein besserer Kontrast möglich ist, liegt am relativ hohen Schwarzwert von 0,61 cd/m². Positiv ist jedoch, dass auch unter ungünstigen Umständen kaum Clouding auf dem Bildschirm des Testgeräts erkennbar war.

Ein ungewöhnliches Verhalten zeigte das Smartphone, sobald manuell die niedrigste Displayhelligkeit gewählt wurde: Trotz dieser Fixierung sprang die Intensität des Backlights je nach dargestelltem Bildschirminhalt etwas hin und her.
Das Xperia XA bietet verschiedene Möglichkeiten, die Farbdarstellung an den eigenen Geschmack anzupassen. Einerseits kann der Nutzer eine Bildoptimierung aktivieren – zur Auswahl stehen die Optionen „Bravia Engine 2“ oder „Superlebendiger Modus“ –, andererseits kann der Weißabgleich mittels Schiebereglern systemweit angepasst werden. Mit aktiver Bravia Engine und Standard-Weißabgleich liegt die Farbtemperatur mit 8.151 K deutlich über dem Idealwert von 6.500 K, was sich durch einen Blaustich in den Graustufen bemerkbar macht. Auch bei den Farbabweichungen bewegt sich das Xperia XA mit DeltaE-Werten von 6,8 (Farben) sowie 7 (Graustufen) deutlich oberhalb des Idealbereichs (weniger als 3). Die Konkurrenzmodelle sind hier fast durchweg besser kalibriert, lediglich das ZTE Blade V7 tanzt mit noch deutlich größeren Abweichungen aus der Reihe. Subjektiv fallen die ermittelten Ungenauigkeiten im Alltag jedoch nicht negativ auf.
Mit seiner relativ hohen Maximalhelligkeit eignet sich das Xperia XA grundsätzlich recht gut für die Verwendung im Freien. Bei direkter Sonneneinstrahlung bzw. stärkeren Spiegelungen empfiehlt es sich dennoch in den Schatten auszuweichen, da sonst lediglich kontrastreiche Bildbereiche noch halbwegs erkennbar sind.
In puncto Blickwinkelstabilität muss das Xperia XA im Vergleich zum teureren Schwestermodell Xperia X sowie den mit OLED-Panels bestückten Konkurrenten deutlich Federn lassen. Zwar kommt es dank IPS-Technik nie zu einer Invertierung des Bildinhaltes, allerdings muss der Nutzer mit deutlichen Farbtonveränderungen sowie einem klaren Helligkeitsabfall bei flacheren Betrachtungswinkeln leben.
Im Gegensatz zum teureren Sony Modell Xperia X verrichtet im Xperia XA kein Qualcomm-SoC seine Arbeit, sondern ein Prozessor aus dem Hause Mediatek. Der Helio P10 getaufte Chip besteht aus 8 ARM-Cortex-A53-Kernen, die mit maximal 2 GHz zu Werke gehen. Als Grafikeinheit ist eine ARM Mali-T860 MP2 vorhanden. Der verbaute Arbeitsspeicher fällt mit 2 GB im Vergleich zur Android-Konkurrenz durchschnittlich aus: Während das Samsung Galaxy A3 (2016) nur 1,5 GB zu bieten hat, kann das Huawei P9 Lite mit satten 3 GB glänzen.

Als SoC der oberen Mittelkasse zeigt der Helio P10 eine tolle Performance, die das Xperia XA im Vergleich zu den meisten Mitbewerbern sehr gut dastehen lässt. Lediglich das Huawei P9 Lite liefert in den Benchmarks Antutu, PCMark und Basemark noch etwas bessere Resultate ab. Bei den Grafik-Tests von GFXBench und 3DMark zahlt es sich hingegen aus, dass sich Sony im Gegensatz zu Huawei für ein niedriger auflösendes HD- statt Full-HD-Display entschieden hat: So ist das P9 Lite bei Offscreen-Tests zwar häufig etwas stärker, verliert diesen Vorsprung allerdings, sobald tatsächlich ein Bild ausgegeben wird. Folglich erklimmt das Testgerät in dieser Teildisziplin den Benchmark-Thron.
Bei den Browserbenchmarks zeigt sich erneut die bereits bekannte Hackordnung: Während sich das Xperia XA und das P9 Lite an der Spitze ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern, hinken die anderen Vergleichsgeräte durchweg hinterher.
Der 16 GB fassende Flashspeicher des Xperia XA schafft es mit seinen Leistungswerten in Androbench 3 zwar nicht, einen Spitzenplatz zu ergattern, eine durchschnittliche Platzierung im Vergleich mit der Konkurrenz wird jedoch stets erreicht. Positiv fällt vor allem die relativ flotte sequenzielle Lesegeschwindigkeit von rund 240 MB/s ins Auge, die nur vom Huawei P9 Lite übertroffen wird. Etwas Luft nach oben ist hingegen bei zufälligen Lesevorgängen vorhanden: Hier können das Blade V7 sowie erneut das P9 Lite am Testgerät vorbeiziehen. In dieses Bild passt auch das Resultat des Memory Benchmark von BaseMark OS II: Das Xperia XA landet hinter dem Huawei P9 Lite auf dem zweiten Platz.

Ähnlich solide fällt auch die Anbindung des Speicherkartenslots aus. Mit unserer Referenzkarte Toshiba Exceria Pro M401 (THN-M401S0640E2, UHS-I Class 3, max. Lesen: 95 MB/s, max. Schreiben: 80 MB/s) ermitteln wir mit 50,68 MB/s schreibend den Bestwert im Vergleichsumfeld und auch die Lese-Performance ist mit 72,87 MB/s in Schlagdistanz zu der des Spitzenreiters, dem Samsung Galaxy J5 (2016), – eine tolle Leistung.
Wie bereits anhand der vorherigen Benchmark-Resultate deutlich wurde, sorgt der im Xperia XA integrierte Grafikchip Mali-T860 MP2 im Zusammenhang mit der moderaten Displayauflösung von 1.280 x 720 Pixel für eine flotte Performance. In der Praxis lassen sich so auch anspruchsvolle Spiele wie Asphalt 8 oder Dead Trigger 2 mit hohen Qualitätseinstellungen flüssig spielen.

Während die integrierten Lagesensoren beim Spielen unauffällig gut arbeiten, kann die deutlich spürbare Erwärmung auf der Rückseite des Geräts durchaus stören. Der seitlich angebrachte Lautsprecher wird normalerweise nicht durch die Hände verdeckt – wenn doch, ist vom Sound kaum noch etwas zu hören.

Zwar ist das Smartphone an sich lautlos – schließlich wird es wie üblich passiv gekühlt. Allerdings fiel uns beim mitgelieferten Netzteil ein relativ ausgeprägtes Spulenfiepen auf, das insbesondere bei vollem Akku auch aus einigen Metern Entfernung in stiller Umgebung noch wahrnehmbar war.

Dass ein schlankes Gehäuse und ein relativ leistungsstarker Prozessor nicht immer ein gutes Team bilden, zeigt sich an den Oberflächentemperaturen des Xperia XA: Während im Idle-Betrieb mit durchschnittlich 33,4 °C auf der Vorderseite sowie 31,7 °C auf der Rückseite noch alles im üblichen Rahmen bleibt, erwärmt sich das Smartphone unter Last relativ großflächig auf Werte über 40 °C. Dies ist zwar nicht wirklich heiß, kann gerade im Sommer jedoch durchaus für schwitzende Hände sorgen. Die Konkurrenten bleiben meist einige Grad kühler, lediglich das ähnlich leistungsstarke Huawei P9 Lite erreicht einen vergleichbaren Spitzenwert, der jedoch nur punktuell auftritt.

Schön ist allerdings, dass der SoC seine Arbeitsgeschwindigkeit aufgrund der Erwärmung nicht drosseln muss. Der Akkutest des GFXBench, der den T-Rex-Test dreißigmal in Folge ausführt und dabei die Performance und den Batterieverbrauch protokolliert, offenbart hier keine Schwachstelle: Die Rechenleistung bleibt auf einem konstanten Niveau.

Der Lautsprecher des Xperia XA befindet sich an der unteren Kante des Gerätes und wird so nicht beeinträchtigt, wenn das Smartphone auf einem Tisch liegt. Hält man es in den Händen und deckt dabei versehentlich die relativ schmale Öffnung ab, wird der Schall aber fast vollständig geschluckt. Mit höchstens 82,02 dB(A) in unserem Pink-Noise-Test ist die Maximallautstärke zudem recht niedrig – in unserer Datenbank landet das Xperia XA damit im Vergleich zu anderen Smartphones auf einem der letzten Plätze. Zugleich ist auch die minimale Lautstärke relativ hoch, sodass daraus ein eingeschränkter Regelbereich resultiert. Bei der Analyse des Frequenzgangs wird deutlich, dass bei den mittleren Höhen sowie im Bassbereich ein klares Defizit besteht. Subjektiv resultiert dies in einem recht dünnen Sound, der jedoch glücklicherweise nicht ins Schrille umschlägt und weitestgehend verzerrungsfrei ist.

Der beiliegende Kopfhörer gefällt mit einem ausgewogenen Klang, zudem waren über den 3,5-mm-Headset-Anschluss keinerlei Störgeräusche wahrnehmbar.
Dass starke Hardware schneller an den Stromreserven nagt, zeigt unsere Vergleichstabelle: So benötigen die jeweils mit einem etwas schwächeren SoC bestückten Geräte von Samsung, Microsoft und ZTE fast durchweg weniger Energie als das Xperia XA mit seinem schnellen Achtkern-Prozessor. Lediglich das im Vergleich zum Testgerät noch etwas flotter arbeitende Huawei P9 Lite hat im Schnitt einen größeren Energiehunger.
Aufgrund des vergleichsweise hohen Energieverbrauchs sowie dem relativ kleinen 2.300-mAh-Akku hat das Xperia XA keine guten Anlagen für das Rennen um die längste Akkulaufzeit. Mit 5 Stunden und 53 Minuten im praxisnahen WLAN-Test hinkt es den meisten Konkurrenten deutlich hinterher – ein Galaxy A3 (2016) hält hier über viereinhalb Stunden länger durch. Minimal unterlegen ist lediglich das mit einem noch kleineren Akku ausgestattete Microsoft Lumia 650. Abgesehen von dieser Ausnahme landet das Testgerät bei allen anderen Tests auf dem letzten Platz.

So sind die beiden zur Wahl stehenden Energiesparmodi des Xperia XA besonders wichtig. Der normale „STAMINA“-Modus, der die Geräteleistung, Hintergrundaktivitäten sowie die Displayhelligkeit einschränkt und das Vibrationsfeedback deaktiviert, ist hierbei die vernünftige Wahl für all diejenigen, die das Smartphone weiterhin wie gewohnt nutzen wollen. Im Alltagsbetrieb könnten so ein paar zusätzliche Minuten Betriebszeit aus dem Akku gekitzelt werden. Auf unsere Messung der maximalen Akkulaufzeit hatte die Einstellung aber keine Auswirkung. Für deutlich mehr Ausdauer dürfte hingegen der „Ultra Stamina-Modus“ sorgen, mit dem allerdings auch jegliche Online-Funktionalität verloren geht.

Während unseren Laufzeit-Tests stellten wir fest, dass das Smartphone offenbar noch Notreserven bereithält: Bei einem Akkustand von einem Prozent bliebt es reproduzierbar noch rund sechs Prozent der Gesamtlaufzeit aktiv. Um den Energiespeicher möglichst bald wieder zu füllen, unterstützt das Xperia XA die Schnelladetechnik Pump Express+ 2.0. Allerdings befindet sich das dafür nötige Ladegerät namens UCH12 nicht mit im Lieferumfang und war zum Zeitpunkt dieses Tests auch bei keinem Online-Händler erhältlich. Das beiliegende 7,5-Watt-Netzteil benötigte für einen vollständigen Ladezyklus nicht ganz zwei Stunden, wobei laut Anzeige bereits nach rund einer Stunde 70 Prozent der Gesamtkapazität wiederhergestellt wurde.
Sonys neues Mittelklasse-Smartphone Xperia XA sammelt mit seiner guten Ausstattung einige Pluspunkte: So ist der 16 GB fassende interne Speicher einfach via microSD-Karte erweiterbar, der Micro-USB-Port ist OTG-kompatibel und NFC ist ebenfalls mit an Bord. Ein Fingerabdrucksensor zum komfortableren Entsperren des Smartphones fehlt allerdings. Foto-Begeisterte dürften sich über die dedizierte Auslöser-Taste sowie die relativ hochauflösende Frontkamera mit Autofokus freuen. Bei der Bildqualität müssen klassentypisch jedoch Abstriche in Kauf genommen werden. Gefallen haben uns zudem die gute Leistung des verbauten Mediatek-SoC sowie das helle Display. Die wiederkehrenden Touchscreen-Probleme sorgten im Test jedoch für Verdruss. Ein echter Stimmungskiller für viele Interessenten dürften jedoch die unterdurchschnittlichen Akkulaufzeiten sein.

Das Xperia XA zieht vor allem durch seine schlanke Linie die Blicke auf sich, doch auch die inneren Werte können mit einem flotten SoC, hellem Bildschirm und erweiterbarem Speicher durchaus überzeugen. Letztendlich verhagelt die kurze Ausdauer die ansonsten recht ordentliche Bilanz des Testgeräts.

Mit einem aktuellen Marktpreis von rund 270 Euro rangiert das Xperia XA eher am oberen Ende der Preisskala für aktuelle Mittelklasse-Smartphones. Als in vielen Bereichen ebenbürtiger Rivale stellte sich im Test insbesondere das Huawei P9 Lite heraus, das mit einem größeren Bildschirm, längeren Akkulaufzeiten und einem integrierten Fingerabdruckscanner durchaus einige Vorzüge zu bieten hat. Es ist ebenfalls ab rund 270 Euro erhältlich.

28.8.16 07:38

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