Schenker XMG P507 Laptop Akku

Nachdem schon einige Notebooks auf Basis der brandneuen High-End-GPUs GeForce GTX 1070 und GTX 1080 durch unsere Hände gegangen sind, konnten wir nun endlich einen Blick auf die ebenso spannende GTX 1060 werfen. Überzeugt die 16-nm-Architektur auch in diesem Fall? Das Schenker XMG P507 gibt Antworten.
Während die teuersten Gaming-Notebooks aus dem Hause Schenker Technologies recht schwer und und wuchtig sind (allen voran die U-Serie), kommt die P-Reihe in einem deutlich flacheren und leichteren Chassis daher. Obwohl das hier getestete 15-Zoll-Modell XMG P507 unter 3 Zentimetern bleibt, müssen Käufer nicht auf massig Leistung verzichten. So ist einerseits ein Quad-Core-Prozessor von Intel (i7-6700HQ) und andererseits eine Spiele-GPU aus Nvidias Pascal-Generation an Bord. Für 400 Euro extra verbaut Schenker eine GTX 1070 statt eine GTX 1060.

Noch mehr Auswahlmöglichkeiten gibt es beim Arbeitsspeicher, der von 8 bis maximal 64 GByte reicht (vier DDR4-RAM-Bänke). Nicht minder üppig geht es beim Massenspeicher zu. So warten unter der Haube gleich zwei 2,5-Zoll-Schächte und zwei m.2-Slots des Typs 2280. Von Letzteren beherrscht einer PCIe/NVMe für besonders schnelle Solid State Drives. Darüber hinaus haben Kunden auf den WLAN-Adapter, die Tastaturversion und das Betriebssystem Einfluss. Als Display dient in jedem Fall ein mattes IPS-Panel mit G-Sync-Support und 1.920 x 1.080 Bildpunkten.

Preislich startet das XMG P507 ab 1.599 Euro, wobei die Konfiguration hier eher dürftig ist (keine SSD, kein OS, nur 8 GByte Single-Channel-RAM). Unser Testgerät würde aktuell mit 1.935 Euro zu Buche schlagen, was im Konkurrenzvergleich nicht unbedingt günstig ist. Apropos Konkurrenz: Im 15-Zoll-Segment existieren diverse High-End-Gamer, welche dem XMG P507 Paroli bieten wollen. Sei es nun das Asus GL502VS oder das MSI GT62VR 6RE (jeweils GTX 1070).

In diesem Artikel möchten wir uns allerdings auf ein paar ältere Geräte konzentrieren, um den Leistungssprung der frischen Pascal Serie besser einschätzen zu können – inklusive der Auswirkungen auf Temperatur, Lautstärke und Stromverbrauch. So wird uns neben dem Asus GL502VY (GTX 980M) und dem Gigabyte P55K v5 (GTX 965M) auch der direkte Vorgänger XMG P506 (GTX 970M) durch den Test begleiten. Im Kapitel »Gaming Performance« sind außerdem Notebooks mit GeForce GTX 980 (z. B. das Schenker XMG U716) enthalten. Entsprechend wird fast die komplette High-End-Riege abgedeckt.
An der Gehäuse-Front gibt es nur wenig Neues zu vermelden. Das Wichtigste gleich zu Beginn: Abhängig von der gewählten Grafikeinheit ist das 15-Zoll-Chassis – analog zu den Vorgängern – entweder 2,5 oder 2,9 Zentimeter dick. Bei der dünneren Variante mit GTX 1060 besteht ein überwiegender Teil des Gehäuses aus Metall (Deckel, Boden, Handballenauflage), wodurch ein sehr hochwertiger Eindruck entsteht.

Barebone-Hersteller Clevo, der in der Vergangenheit nicht gerade ein Händchen für Design hatte, liefert beim zugrunde liegenden P651RP6-G Chassis eine recht stylishe Linienführung ab, ohne dass der 15-Zöller allzu verspielt wirkt. Das Gerät erscheint immer noch dezent und verzichtet – im Gegensatz zu anderen High-End-Notebooks – auf übermäßiges Bling-Bling.
Größte Highlights sind in unseren Augen die kompakte Bauform und das passable Gewicht. Mit rund 2,8 Kilogramm lässt sich das XMG P507 noch anständig transportieren. Viele 15-Zoll-Gamer, sei es nun das Acer Predator 15 oder das Alienware 15 R2 wiegen mehr als drei Kilogramm. Allerdings existieren auch flachere und leichtere Kontrahenten wie das MSI GS60 oder das Gigabyte P35X v5, welche jedoch schnell am Limit der Kühlung laufen.

Insgesamt hat uns das Chassis des XMG P507 gut bis sehr gut gefallen. An der Verarbeitung und der Stabilität der Baseunit gibt es kaum etwas auszusetzen. Lediglich das Display-Cover würde noch deutlich mehr Festigkeit vertragen. Beim Verwinden mit zwei Händen entstehen zudem unschöne Geräusche, was die Qualitätsanmutung etwas mildert.

Hauptproblem des Barebones ist und bleibt allerdings das Screen Bleeding. Unser neues Testgerät hatte ebenfalls wieder unschöne Lichthöfe an den Rändern, die nicht nur mit dem Panel selbst, sondern auch mit der Konstruktion des Deckels zusammenhängen dürften. Hier sollte Clevo – spätestens bei der nächsten Generation – unbedingt nachbessern. Einige Käufer werden das XMG P507 aus diesem Grund wohl zurückschicken, da Screen Bleeding in der Praxis (z. B. bei der Wiedergabe von Filmen) sehr stören kann. Allerdings betrifft dieses Manko auch andere Hersteller. Oftmals ist es reines Glücks, ob und wie intensiv Lichthöfe auftreten.
Beim Thema Anschlussausstattung muss sich das P651RP6-G Barebone keine Kritik anhören. Zwar hätte man einige der Schnittstellen etwas praktischer verteilen können (die Anordnung ist sehr rechtslastig), Menge und Vielfalt überzeugen jedoch auf ganzer Linie. So bietet das XMG P507 unter anderem drei Audio-Buchsen, einen SIM-Kartenslot und gleich fünf USB-Ports, was für ein 15-Zoll-Gerät sehr respektabel ist. Noch besser: Zwei der USB-Ports sind nach dem 3.1-Typ-C-Standard gehalten (allerdings ohne Thunderbolt).

Um die Bildausgabe kümmern sich drei digitale Anschlüsse in Form von HDMI 2.0 und 2x Mini-DisplayPort 1.3. Dank der topaktuellen Schnittstellen werden ein Quad-Monitor-Setup inklusive Notebook-Bildschirm und eine 4K-Ausgabe in 60 Hz ermöglicht. Die restlichen Ports, welche noch nicht genannt wurden, finden Sie auf den Fotos.
Die Performance des Cardreaders ist abseits der vielen unterstützten Formate (SD, Mini SD, SDHC, SDXC, MMC, RSMMC) unspektakulär. Knapp 86 MB/Sek beim sequentiellen Lesen und 77 MB/Sek beim Verschieben von größeren Bild-Sammlungen im JPG-Format sind typisch für ein Gaming-Notebook. Der Vorgänger XMG P506 erreichte mit unserer Referenzkarte sehr ähnliche Werte. Dass es durchaus schneller geht, zeigt das MSI GT62VR, welches im Test auf 190 bzw. 140 MB/Sek kam.
Für die drahtlose Kommunikation sorgte bei uns ein Modul von Intel. Das Wireless-AC 8260 kostet nur 10 Euro mehr als der Standard-Adapter Wireless-AC 3165. Hauptunterschiede sind die Anzahl der Antennen (2x2 vs. 1x1) und die maximale Übertragungsrate (867 vs. 433 MBit/s). Im Router-Test aus einem Meter Abstand konnten wir beim Senden ordentliche 456 MBit/s und beim Empfangen gute 642 MBit/s messen. Dem MSI GT62VR waren 559 bzw. 630 MBit/s vergönnt. Für 20 Euro verkauft Schenker auch ein Funkmodul des Herstellers Qualcomm Atheros (Killer Wireless-AC 1535).
Der Sicherheitsaspekt kommt beim XMG P507 ebenfalls nicht zu kurz. So befindet sich zwischen den beiden Touchpad-Tasten ein Fingerabdruckscanner. Auf der rechten Seite wartet eine Öffnung für Kensington Locks. Abgerundet wird das Paket von einem TPM-2.0-Chip.

Der Lieferumfang ist reichhaltiger als bei den meisten Notebook-Anbietern. Neben einem XMG-Aufkleber (das Chassis ist bereits auf dem Deckel sowie dem Display-Rahmen »gebrandet«) und einem Reinigungstuch entdeckt man auch einen 16 GByte großen USB-Stick mit Treibern und mehrere Schrauben für den Festplattenkäfig. Wer ein Betriebssystem ordert, erhält zusätzlich eine DVD mit der System Recovery.

Die Wartung des XMG P507 ist ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite sind wir etwas traurig darüber, dass es keine »echte« Wartungsklappe gibt und man den kompletten Boden entfernen muss (was aufgrund dutzender Schrauben sehr lang dauert). Sobald man sich zum Innenleben vorgekämpft hat, wird man allerdings mit umfangreichen Upgrade- und Reinigungsoptionen verwöhnt. Egal, ob Funkmodul, Massen- oder Arbeitsspeicher (zwei der vier RAM-Slots stecken unter der Tastatur): Alles ist mit ein wenig Aufwand erreichbar.

Das Kühlsystem von CPU und GPU wurde komfortablerweise getrennt. Während der Core i7-6700HQ auf zwei Heatpipes und einen Lüfter zurückgreifen kann, sind es bei der GTX 1060 insgesamt drei Heatpipes und zwei Lüfter. Schade finden wir hingegen, dass der Akku nur von innen zugänglich ist. Dieser Trend hat sich im Notebook-Bereich leider eingebürgert.

Bei der Software konzentriert sich Schenker auf das Wesentliche. Das ist auch gut so, denn eine übertriebene Menge an Tools und Programmen verlangsamt gern den Systemstart und müllt Windows unnötig zu.

Erwähnenswert ist vor allem das Control Center, das nicht nur durch eine manuelle Lüftersteuerung, sondern auch durch eine Option namens GPU-Schalter begeistert. Letztere aktiviert entweder G-Sync oder – nach einem Neustart – Nvidias Optimus Technik (wechselt dynamisch von der HD Graphics 530 des Prozessors auf die GeForce). Unsere Benchmarks und alle sonstigen Messungen wurden jeweils mit aktiver Grafikumschaltung durchgeführt. Ohne Optimus könnten zum Beispiel die Laufzeiten deutlich geringer sein.

Als Garantie bietet Schenker 24 oder 36 Monate Pickup-&-Return-Service an. Die dabei enthaltene 6-monatige Schnellreparatur lässt sich optional auf die halbe oder gesamte Garantiezeit erweitern.
Die Eingabegeräte kennen wir bereits vom XMG P506. Barebone-Experte Clevo übernimmt die Tastatur 1:1 für das frische Chassis. Dies gilt auch für die weiße, in fünf Stufen regelbare Beleuchtung, welche eine Nutzung im Dunkeln erlaubt. Qualitativ bewegt sich das Keyboard auf einem guten Level. Die eckigen, matt-schwarzen Tasten sind durchschnittlich 15 x 15 mm groß und verfügen über ein sauberes Tippverhalten. Durch die knackige Mechanik hören sich Tastenanschläge jedoch etwas laut an. Andere Keyboards gehen spürbar leiser zu Werke.

Lob kassiert das XMG P507 für den dedizierten Nummernblock. Das Layout ist tendenziell auf Gamer zugeschnitten. So ragen die Richtungspfeile in den Hauptblock und das Ziffernfeld hinein. Größere Experimente à la MSI (man vergleiche die Tasten-Anordnung des GT62VR) wagt Clevo jedoch nicht. Die Positionierung der Tastatur würden wir als normal beschreiben. Aus 15-Zoll-Sicht ist die Handballenauflage ausreichend groß.

Das Wort ausreichend passt auch zur Dimensionierung des Touchpads. Mit einer Breite von 10,8 und einer Höhe von 6,2 cm lässt sich Windows angenehm bedienen. Dank der recht glatten Oberfläche gleiten die Finger meist tadellos über den Mausersatz. Die Präzision muss sich ebenfalls nicht hinter der Konkurrenz verstecken.

Etwas unzufrieden waren wir nur mit der Gestenunterstützung. Zoomen und Scrollen erwies sich in manchen Situationen als hakelig. Eine spezielle Software zur Konfiguration der Gesten war auf dem Testgerät nicht installiert. Um den Mausersatz von der Handballenauflage unterscheiden zu können, hat Clevo das Touchpad leicht abgesenkt. Die beiden Tasten verrichten einen ordentlich Job. Sie sind weder schwammig noch arg laut.
Wie bereits angedeutet, wurde auch das Display vom Vorgänger übernommen. Beim LG Philips LP156WF6 (LGD046F) handelt sich sich um ein mattes 15,6-Zoll-Modell mit IPS-Technik. In den meisten Kategorien kann das Panel eine gute Wertung einfahren. Angefangen beim Kontrast, der 960:1 beträgt. Mit der Helligkeit (~290 cd/m²) und dem Schwarzwert (0,3 cd/m²) dürften die meisten Nutzer auch zufrieden sein. Solange man das Display nicht mir einer direkten Sonneneinstrahlung konfrontiert, lässt sich der Bildschirminhalt sogar im Outdoor-Bereich noch ordentlich erkennen.
Subjektiv wirken Spiele, Videos und Fotos recht kräftig und naturgetreu. Für professionelle Anwender, die einen hohen Farbraum benötigen, ist das XMG P507 dennoch nicht ideal. Mit einer sRGB-Abdeckung von 83 % und einer AdobeRGB-Abdeckung von 55 % schlägt sich das LG Philips LP156WF6 nur mittelprächtig. Allerdings bietet kaum ein Gaming-Konkurrent mehr, im Vergleichsfeld kann sich nur das Gigabyte P55K v5 absetzen (91 % sRGB, 59 % AdobeRGB). Tipp: Das 4K-Display AU Optronics B173ZAN01.0, welches unter anderem im XMG U716/726 und Acer Predator 17 zum Einsatz kommt, schafft 100 % sRGB und 88 % AdobeRGB.
Bei den Graustufen und der Farbgenauigkeit gibt es ebenfalls Luft nach oben. Durch eine Kalibrierung konnten wir die entsprechenden DeltaE-2000-Werte von 4,43 auf 0,83 und von 5,1 auf immerhin 3,15 senken.

Die Blickwinkelstabilität des XMG P507 orientiert sich am typischen IPS-Niveau. Veränderungen treten – wenn überhaupt – nur aus sehr schrägen Betrachtungswinkeln auf, die man im Alltag eigentlich nie erreicht.
Wie schon das alte XMG P506 hat es auch der Nachfolger auf den High-End-Bereich abgesehen. Unser Testgerät enthielt neben den Pflicht-Komponenten (Core i7-6700HQ, FHD-Panel) noch 16 GByte DDR4-RAM im Dual-Channel und eine Kombination aus m.2-SSD und 2,5-Zoll-HDD. Größte Attraktion ist Nvidias brandneue Pascal-GPU, die im 16-nm-Verfahren entsteht (Maxwell: 28 nm) und hoffentlich genug Videospeicher für die nächsten Jahre mitbringt.
Intels Core i7-6700HQ ist der absolute Klassiker unter den Notebook-CPUs. Das Vierkern-Modell basiert auf der aktuellen Skylake Architektur und kann mit 6 MByte L3-Cache sowie einem Takt von 2,6 bis 3,5 GHz auftrumpfen.

Als TDP nennt der Hersteller 45 Watt, was den Kühlanforderungen des teureren Bruders Core i7-6820HK entspricht, der ganze 8 MByte L3-Cache bietet und mit 2,7 bis 3,6 GHz läuft. Dank Hyper-Threading können beide 14-nm-Modelle acht Threads parallel berechnen.
Im Hinblick auf des Taktverhalten gab es keine bösen Überraschungen: Ein kurzer Check mit dem Cinebench R15 zeigte, dass der Core i7-6700HQ fast immer am maximalen Turbo kratzt. Je nach Kernauslastung sind es beim XMG P507 zwischen 3,1 und 3,5 GHz. Der Konkurrenz ergeht es ähnlich, so dass alle Vergleichs-Notebooks in den CPU-Tests auf Augenhöhe liegen.
Die Systemleistung fällt erwartungsgemäß hoch aus. Aufgrund des eingebauten Solid State Drives bootet das XMG P507 erfreulich schnell und reagiert beim Öffnen von Programmen sehr direkt. Ladezeiten in Spielen halten sich ebenfalls in Grenzen. Der PCMark 7 untermauert den subjektiven Eindruck. Mit 6.138 Punkten kann die Testkonfiguration 4 % an MSIs GT62VR 6RE vorbeisprinten, das 5.926 Punkte erzielte.
Wenngleich für die meisten Anwender eine klassische SATA-III-SSD genügt, welche ab etwa 500 MB/Sek limitiert, gehört die Zukunft Solid State Drives auf PCIe-Basis. Die im Testgerät verbaute 256-GByte-Version der Samsung SM951 liefert eine tolle Vorstellung ab. Rund 2.000 MB/Sek beim sequentiellen Lesen und 1.200 MB/Sek beim sequentiellen Schreiben (AS SSD Benchmark) verdienen großen Respekt und lassen Kontrahenten mit Standard-SSDs auf dem Papier ziemlich alt aussehen. So liegen das MSI GT62VR, das Asus GL502VY und das Gigabyte P55K v5 in der getesteten Ausstattung über 60 % zurück.

Begleitet wurde das NVMe-Modell von einer konventionellen Festplatte im 2,5-Zoll-Format. Das Terabyte-Drive Western Digital Blue ist für HDD-Verhältnisse – trotz einer Drehzahl von 5.400 statt 7.200 – einigermaßen flott. Der CrystalDiskMark berechnete sequentiell knapp 120 MB/Sek. Kurzum: Mit dieser Massenspeicher-Combo machen Käufer nichts falsch und erhalten gleichermaßen ein reaktionsschnelles Betriebssystem sowie ausreichend Speicherplatz für ihre Film-, Serien- und/oder Spiel-Bibliothek.
Obwohl Notebooks mit der GeForce GTX 1060 nicht gerade günstig sind, ist das DirectX-12-Modell immer noch das preislich attraktivste High-End-Mitglied der frischen Pascal Generation. Allerdings muss die GTX 1060 im Vergleich zu den Topmodellen GTX 1070 und GTX 1080 auch mit einer deutlich abgespeckten Hardware vorliebnehmen. Größter Unterschied ist die Anzahl der Shader-Einheiten. Während die GTX 1080 auf 2.560 und die GTX 1070 auf 2.048 kommt, sind es bei der GTX 1060 nur 1.280 CUDA Cores, also etwa halb so viel.

Eine weitere Einschränkung betrifft das Speicher-Interface. Zwar ist der GDDR5-VRAM mit 6 GByte recht üppig und zukunftssicher bemessen, die Anbindung beträgt jedoch nur 192 Bit. Wie die Desktop-Version der GTX 1060 im Test gezeigt hat, wirkt sich das (für eine High-End-GPU) schmale Interface kaum negativ aus, weil Nvidia an der Speicherkomprimierung getüftelt hat.
Die Taktraten erinnern derweil an die GTX 1070. So läuft der Kern mit 1.405 bis 1.671 MHz, wohingegen der GDDR5-VRAM effektiv 8.000 MHz erreicht. Top: Nivdia traut seiner Pascal Architektur derart viel zu, dass der Chiptakt in der Praxis noch höher steigen kann. Laut dem Render-Test des Tools GPU-Z schafft die GTX 1060 maximal 1.911 MHz. Nach 2 Durchläufen mit dem Unigine Heaven 4.0 Benchmark pendelte sich der Kern jedoch auf ca. 1.570 MHz ein, was im normalen Turbo-Bereich liegt.

Falls Sie sich wundern sollten, warum das Desktop-Modell oft besser abschneidet: Durch die mächtigere Kühlung und das größere Platzangebot hatte die GTX 1060 in unserem Tower-PC mehr Spielraum. Im Schnitt waren es dort knapp 1.820 MHz – umgerechnet +16 %. Ergo: Je nach Kühlvermögen bzw. Kühlreserven kann es bei Notebooks zu einer unterschiedlichen Turbo-Ausnutzung und entsprechend zu gewissen Performance-Abweichungen kommen.
Widmen wir uns jetzt der Gretchenfrage, nämlich wie potent die GTX 1060 tatsächlich ist. Eine erste Antwort darauf gibt der Fire-Strike-Test des aktuellen 3DMark. Mit einem GPU-Score von 11.045 Punkten übertrumpft der 16-nm-Chip fast die gesamte Maxwell Familie. Gegen die GTX 980M heißt es +15 %, gegen die GTX 970M +45 %. Eine GTX 965M wird sogar um das Doppelte abgehängt. Noch deutlich schneller werkelt die GTX 1070 mit 17.066 Punkten (+55 %).
Beim Einsatz von Full-HD fühlt sich die GTX 1060 um einiges wohler. Hier sind maximale Details und mehrfache Kantenglättung meist kein Problem, lediglich Anno 2205 und XCOM 2 blieben mit 1.920 x 1.080 Pixeln unter 30 fps. Insgesamt macht die GTX 1060 eine relativ gute Figur, ohne den Spitzenreitern GTX 1070 und GTX 1080 das Wasser reichen zu können. Letztere sind für Fans von hochauflösenden Displays deutlich besser geeignet.
Um das »Performance-Loch« zu füllen, sollte Nvidia in unseren Augen möglichst bald eine GTX 1065 ankündigen. Von der GTX 960M auf die GTX 970M gab es damals auch einen riesigen Sprung, welcher per GTX 965M eliminiert wurde. Doch zurück zum Thema: Verglichen mit den 28-nm-Chips der Maxwell Reihe ist die GTX 1060 sehr leistungsstark. Nimmt man alle FHD-/Ultra- und 4K-/High-Benchmarks zusammen, ordnet sich der Pascal Spross mittig zwischen der GTX 980M und dem ehemaligen Topmodell GTX 980 ein.
Bei den Geräuschemissionen herrscht Optimierungsbedarf. Durchschnittlich 46 dB(A) im 3DMark 06 und bis zu 49 dB(A) unter Volllast sind selbst für ein Gaming-Notebook relativ laut. Der Vorgänger erzeugte im Stresstest zwar noch etwas höhere 51 dB, blieb dafür jedoch im normalen 3D-Betrieb ruhiger (42 dB). Auch der GTX-1070-Konkurrent MSI GT62VR geht unter Last leiser zu Werke (40-46 dB). Hier merkt man die Vorteile des knapp 1,5 cm dickeren Chassis.

Am Idle-Betrieb könnte der Gehäusehersteller ebenfalls noch schrauben. Während der Grundpegel mit 31-32 dB sehr dezent ist und man nur ein minimales Rauschen der Lüfter hört (der linke schaltet sich bisweilen komplett ab), kommt es hin und wieder zu einem nervigen und nicht ganz nachvollziehbaren Auftouren. Eher anspruchslose Tätigkeiten wie Internet-Surfen oder Installation zwingen die Lüfter auch manchmal zu unnötigen Drehzahlwechseln. Dieses Verhalten ist typisch für Clevo Barebones, wobei die Situation in den letzten 1-2 Jahren schon besser wurde.
Kurz nachdem wir die Lautstärke-Messungen durchgeführt hatten, schickte uns Schenker ein neues EC-BIOS, welches die Lüftersteuerung »smoother« gestalten soll, von uns allerdings nicht installiert werden konnte, da die USB-Ports des Testgeräts keine USB-Sticks erkannten und auch das Update in Windows fehlschlug. Lange Rede, kurzer Sinn: Vielleicht tourt das XMG P507 inzwischen seltener auf. Die Festplatte ist – sofern sie läuft - im Idle-Modus präsenter als die Lüfter. Ein HDD-Verzicht würde im Optimalfall zu einem fast lautlosen Pegel führen.
Angesichts der hohen Leistung und des flachen Gehäuses sind die Temperaturen vertretbar. Durchschnittlich 29 °C im Leerlauf und 40 (Oberseite) bzw. 42 °C (Boden) im Stresstest erreichen häufig auch größere 15-Zoll-Notebooks. Maximal konnten wir an der Unterseite 53 °C messen, wodurch man von einer Gaming-Partie auf dem Schoß besser Abstand nehmen sollte. Positiv wäre der Handballenbereich hervorzuheben: Dieser übersteigt nie 30 °C. Die Verteilung des Kühlsystems wurde primär auf Rechtshänder zugeschnitten. Wer auf der linken Seite eine Maus nutzt, bekommt die ganze CPU-Luft ab. Die Lüfter der GPU sind beide nach hinten ausgerichtet.
Kommen wir zur Hardware, die meist deutlich mehr schwitzen muss. Doch Aufatmen: Nach einer Stunde Volllast mit den Tools Furmark und Prime95 waren die Werte allesamt unkritisch. Knapp 80 °C beim Core i7-6700HQ und ca. 70 °C bei der leicht drosselnden GTX 1060 (liegt eher an Furmark als an der Kühlung), gehen vollkommen in Ordnung, zumal der CPU-Turbo noch geringfügig aktiv ist. Im Umkehrschluss müsste das XMG P507 gar nicht so laut werden, wie es derzeit geschieht.
Das Soundsystem dürfte identisch zur letzten Generation sein. Clevo verbaut erneut ein 2.0-System von Onkyo, das durch die Klang-Software Sound Blaster X-Fi MB5 unterstützt wird (enthält mehrere Szenarien wie Film, Musik und Voice). Unsere kürzlich eingeführte Audio-Analyse sieht das XMG P507 etwa auf dem Level des MSI GT62VR, wobei tiefe Töne schlechter und hohe Töne besser klingen sollen. Die Abwesenheit eines Subwoofers sorgt definitiv für einen schwachen und enttäuschenden Bass.

Summa summarum siedelt sich der Klang im (oberen) Mittelfeld an. Auf Dauer würden wir die Verwendung von externen Lautsprechern oder einem Headset empfehlen, da der Sound doch recht blechern und unpräzise sein kann. Bei dünnen Chassis ist es allerdings auch schwer, ein überzeugendes Klangerlebnis zu realisieren. Andere Slim-Gamer fallen in dieser Kategorie noch weiter zurück.
Nvidias Pascal Architektur besticht nicht nur durch eine erstklassige Leistung, sondern auch durch einen moderaten Energieverbrauch. Das wird besonders bei der Gegenüberstellung mit dem Vorgänger deutlich. Obwohl die GeForce GTX 1060 etwa 1,5x so schnell wie die alte GTX 970M ist, genehmigte sich das XMG P507 in der ersten Passage des 3DMark 06 knapp zwei Watt weniger als das XMG P506, das ebenfalls von einem Core i7-6700HQ angetrieben wurde. Einzig der Maximalverbrauch fällt beim XMG P507 mit 174 zu 146 Watt deutlich höher aus. Im Idle-Modus sind die Werte wiederum ähnlich. Nvidias Optimus Technik sorgt für recht sparsame 11-21 Watt. MSIs GT62VR zieht fast das Doppelte aus der Steckdose (keine Grafikumschaltung).
Etwas schwache Akkukapazität (60 Wh) hin oder her: Die Mischung aus Optimus und energieffizienter CPU- respektive GPU-Architektur garantiert stets eine ordentliche Laufzeit. Rund zwei Stunden bei maximaler Helligkeit und hoher Last wissen ebenso zu gefallen wie knapp 7 Stunden Idle-Betrieb mit minimaler Leuchtkraft. In unserem praxisnahen WLAN-Test, der automatisch eine Reihe von Websites durchschaltet, kam das XMG P507 auf gut 4,5 Stunden, was ebenfalls nicht von schlechten Eltern ist, wenn man die räumlichen Einschränkungen des dünnen Chassis betrachtet. Im Akku-Betrieb wird die Framerate der GPU übrigens auf 30 begrenzt.
Wie man anhand der umfangreichen Pro-Liste erkennt, verfügt das XMG P507 über eine Vielzahl an Stärken. Das eingesetzte Clevo Barebone P651 bildet eine gute Synthese aus Mobilität und Power.

Im Gegensatz zu anderen Gaming-Notebooks, die rein auf Performance setzen, lässt sich der 15-Zöller durchaus öfter herumschleppen. Das 2,8 Kilogramm schwere sowie 2,5 Zentimeter dünne Chassis (2,9 cm @GTX 1070) punktet mit hochwertigen Materialien, durchdachten Eingabegeräten und sehr vielen Anschlüssen.

Respekt gebührt auch den Upgrade-Möglichkeiten. Zwar wurden CPU und GPU verlötet, die restlichen Komponenten kann man jedoch austauschen. Bis zu vier DDR4-RAM-Module und maximal vier Massenspeicher sind im 15-Zoll-Bereich (vor allem bei Slim-Gamern) nicht selbstverständlich. Dank der individuellen Konfiguration lässt sich das XMG P507 schon vor dem Kauf an die persönlichen Bedürfnisse anpassen.

Der eigentlich Star ist allerdings Nvidias taufrische Pascal GPU. Auch wenn die GeForce GTX 1060 nur für FHD gedacht ist, waren wir von der gebotenen Leistung, die sich zwischen der GTX 980M und der GTX 980 bewegt, ziemlich beeindruckt. Das neue Herstellungsverfahren (16 nm) gewährleistet zudem, dass Pascal Notebooks nicht unbedingt mehr als ihre Maxwell Pendants verbrauchen und nicht zwangsläufig lauter oder heißer werden müssen. Als i-Tüpfelchen beherrscht der 15-Zöller Optimus UND G-Sync.

Am »Sehr Gut« schrammt das Gerät dennoch vorbei. Minuspunkte wären unter anderem das Screen-Bleeding, der wackelige Deckel und der etwas dürftige Sound. Hinzu kommt ein arg wuchtiges Netzteil. Außerdem sind die Gehäuseoberflächen sehr empfindlich, was Fingerabdrücke angeht.

Wer sich dieser Schwächen bewusst ist, sollte dem XMG P507 eine Chance geben. Im Bereich der kompakten High-End-Notebooks spielt Schenker ganz vorne mit. Ebenbürtige Alternativen sind zum Beispiel das Asus Strix GL502VS oder das häufig im Test genannte, aber auch merklich dickere MSI GT62VR.

28.8.16 07:40

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